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Will neben Marc Janko stürmen © APA (Gindl)

Kühle zehn Grad, Regen im Salzburger Land - für Erwin Hoffer kein Grund, auch nur über eine lange Trainingsgarnitur

Kühle zehn Grad, Regen im Salzburger Land - für Erwin Hoffer kein Grund, auch nur über eine lange Trainingsgarnitur nachzudenken. Im kurzen Leibchen dreht er im Teamcamp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Flachau seine Runden. Seine Schnelligkeit will der Stürmer auch zum Start der EM-Qualifikation am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF1) in Salzburg gegen Kasachstan ausspielen.

Von den Kasachen wird nach deren 0:3-Auftaktniederlage am Freitag gegen die Türkei ein Abwehrwall erwartet. Hoffer hofft dennoch auf seine Chance, neben Kapitän Marc Janko zu stürmen. "Als Stürmer muss man sich immer den Gegebenheiten anpassen", erklärte 23-Jährige. Wenn er ob der Natur des Spiels keine Tore erzielen kann, will der Angreifer vom deutschen Sensations-Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern zumindest Räume für seine Mitspieler schaffen.

"Ich glaube schon, dass ich mit meiner Schnelligkeit etwas machen kann", meinte Hoffer, der von Teamchef Dietmar Constantini im Training bisher immer wieder mit verschiedenen Sturmpartnern zusammengespannt worden war - von Janko über seinen einstigen Rapid-Kollegen Stefan Maierhofer bis hin zu Roman Wallner. "Es funktioniert mit allen", versicherte Hoffer. Entscheidend werde es sowieso, die wenigen sich bietenden Chancen zu nützen.

Hoffer hält in 17 Länderspielen bei zwei Toren - beide beim Debüt von Teamchef Constantini im April 2009 in der WM-Quali gegen Rumänien (2:1). Dafür kommt die "Sprintrakete" mit dem Selbstvertrauen zweier Siege mit Kaiserslautern nach Flachau. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn man zum Nationalteam kommt und in der Tabelle ganz oben steht", gestand Hoffer, der für seinen neuen Club in der ersten Runde des DFB-Pokal bereits einen Doppelpack erzielt hat.

In der Liga hatte er zum Auftakt in Köln (3:1) durchgespielt, beim Heimsieg gegen Meister Bayern München (2:0) war er eingewechselt worden. Langfristig hofft Hoffer auf ein Stammleiberl in Kaiserslautern. Die "Roten Teufel" haben den Niederösterreicher vorerst für ein Jahr vom SSC Napoli ausgeliehen, Trainer Marco Kurz hält große Stücke auf ihn. "Sie wollten mich unbedingt haben und ich fühle mich auch sehr wohl", erklärte Hoffer.

Ende Juli hatte Hoffer in einem Test für seinen neuen Club vier Zähne eingebüßt. Der Angreifer ist hart im Nehmen. Bei Temperaturen, die seine ÖFB-Teamkollegen in Flachau zum Vermummen veranlassten, trainierte er wie immer mit kurzer Hose und kurzem Leibchen. Das mache er sogar im Schnee. "Das bin ich so gewohnt", betonte Hoffer. "Vor allem die lange Hose stört mich." Dabei, seine Höchstgeschwindigkeit zu erreichen - mehr als 35 km/h

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