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Gegen Aserbaidschan sollen mehrere Tore fallen © APA (epa)

Im ersten Heimspiel nach der WM möchte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in Köln gegen Aserbaidschan ein

Im ersten Heimspiel nach der WM möchte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in Köln gegen Aserbaidschan ein Feuerwerk abbrennen. "Wir wollen den Fans schönen Fußball und einige Tore bieten", kündigte Neo-Real-Madrid-Legionär Sami Khedira an. "Auf das erste Heimspiel nach der WM freut man sich, wenn man so lange nicht im eigenen Land gespielt hat", meinte Teamchef Joachim Löw.

Doch WM-Torschützenkönig Thomas Müller warnte vor dem vermeintlichen Pflichtsieg in der Gruppe A der EM-Qualifikation: "Die Aserbaidschaner sind nicht ganz easy." Deshalb hofft Müller auf einen guten Start, bei dem "schon nach einer halben Stunden ein, zwei Tore gefallen sind". Nicht nur Tormann Manuel Neuer strotzt vor Selbstvertrauen. "Jeder von uns erwartet, dass wir jedes Spiel gewinnen. Wir sind der Favorit, und dem müssen wir gerecht werden", erklärte Deutschlands Nummer eins.

Eine kleine Abmahnung gab es nach dem Belgien-Match ausgerechnet für Lukas Podolski, für den am Dienstag in Köln ein echtes Heimspiel auf dem Programm steht. "In der zweiten Halbzeit ist er abgefallen, er war nicht so im Spiel", rüffelte Löw seinen in Belgien ausgewechselten Lieblingsschüler.

Bastian Schweinsteiger sollte trotz Oberschenkel-Prellung spielen. Marcell Jansen fällt hingen wegen einer Knieverletzung aus, für ihn dürfte auf der linken Abwehrseite Heiko Westermann zum Zug kommen. Brisanz bietet das ungleiche Duell vor allem deshalb, weil Aserbaidschan vom ehemaligen DFB-Cheftrainer Berti Vogts trainiert wird. Dieser warf verbal schon vor dem Anpfiff das Handtuch: "Wir werden natürlich alles Mögliche versuchen, nicht zu hoch zu verlieren." Der höchste deutsche Sieg der EM-Quali-Geschichte gelang im September 2006 mit einem 13:0 gegen San Marino.

So wie Deutschland strebt auch Gruppengegner Türkei bereits den zweiten Sieg an, nach dem 3:0 in Kasachstan empfangen die Türken in Istanbul um 20.00 Uhr Belgien. Zur Einstimmung haben Teamchef Guss Hiddink und seine Spieler am Sonntagabend das Basketball-WM-Achtelfinale von Gastgeber Türkei gegen Frankreich (95:77) genossen. Für die Türken ist klar, dass sie nicht nur um Platz zwei kämpfen möchten, sie wollen Topfavorit Deutschland den Gruppensieg streitig machen.

"Nicht wir sorgen uns, die Deutschen müssen sich sorgen", ließ Verbandspräsident Mahmut Özgener wissen. Hiddink dachte vor dem Match gegen die Belgier in kleineren Schritten: "Wir wollten einen guten Start. Den haben wir erreicht. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen." Der ÖFB hat wie bereits am Samstag jeweils zwei Spione pro Spiel im Einsatz. Willi Ruttensteiner und Hermann Stadler sind in Köln, Michael Baur und Ernst Weber in Istanbul.

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