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Constantini vom ÖFB nicht zum Siegen verpflichtet © APA (Gindl)

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat Teamchef Dietmar Constantini vor dem Start der Fußball-EM-Qualifikation am Dienstag in Salzburg

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat Teamchef Dietmar Constantini vor dem Start der Fußball-EM-Qualifikation am Dienstag in Salzburg gegen Kasachstan keinen zusätzlichen Druck auferlegt. "Das Match ist kein Gottesurteil", betonte Windtner am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Wenn wir ernsthaft über eine erfolgreiche Qualifikation nachdenken, ist ein Sieg aber eine Grundbedingung."

Constantinis Vertrag läuft bis Ende der Qualifikation, würde sich bei einer erstmals aus eigener Kraft geschafften EM-Teilnahme automatisch bis nach der Endrunde verlängern. Von elf Länderspielen unter dem 55-jährigen Tiroler, der im Frühjahr 2009 dem Tschechen Karel Brückner nachgefolgt war, gingen sechs verloren. Der Großteil davon waren allerdings Testspiele gegen größere Fußball-Nationen, darunter Welt- und Europameister Spanien (1:5).

Für einen guten Quali-Start und in weiterer Folge auch mehr Zuschauer am 8. Oktober in Wien gegen Aserbaidschan sind drei Punkte gegen Kasachstan aber Pflicht. Dessen ist sich auch der ÖFB-Präsident bewusst. "Ein guter Start ist extrem wichtig", gestand Windtner. "Drei Punkte sind in unserem Fahrplan drinnen, wir wollen uns aber keinen Druck machen", sagte der ÖFB-Boss in Salzburg. Gleiches gilt offensichtlich auch für den Teamchef.

Bis Montagmittag waren 17.000 Karten für das erste Länderspiel seit mehr als 13 Jahren in Salzburg verkauft. Bei schönem Wetter darf mit 20.000 Besuchern gerechnet werden. Das EM-Stadion Wals-Siezenheim bietet mehr als 30.000 Fans Platz, war bisher aber auch bei Europacup-Heimspielen von Red Bull Salzburg nie ausverkauft. "Das Nationalteam hat noch einmal einen ganz anderen Stellenwert", betonte Constantini. "Es spielt für ganz Österreich."

Dementsprechend wird auf die Unterstützung des Publikums gebaut - auch wenn es gegen den kasachischen Defensivwall einmal nicht so gut laufen sollte. "Jedes Spiel hat seine negativen Phasen. Gerade da benötigt man das Publikum", erklärte Constantini. Die ÖFB-Führung freute sich unterdessen über den Ausbau bzw. die Verlängerung zweier langjähriger Sponsoren-Partnerschaften: Der Ausrüster Puma bleibt bis 2014, die Salzburger Brauerei Stiegl ebenfalls - und steigt zudem in die Riege der fünf Hauptsponsoren auf.

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