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Batista will gegen Spanien beweisen, was er kann © APA (epa)

Adios Diego: Nach dem missglückten Versuch mit Fußball-Legende Maradona als Nationalcoach wagt Argentinien den Neuanfang vor

Adios Diego: Nach dem missglückten Versuch mit Fußball-Legende Maradona als Nationalcoach wagt Argentinien den Neuanfang vor eigenem Publikum mit einem etwas weniger bekannten Gesicht auf der Bank. Die "Albiceleste" wird am Dienstag in Buenos Aires gegen Weltmeister Spanien von Sergio Batista betreut.Für den 47-Jährigen, von Fans und Medien nur "Checho" genannt, steht dabei viel auf dem Spiel.

"Ich weiß, ich bin Interimscoach. Ich will aber beweisen, dass ich die Fähigkeiten habe, um zu bleiben", sagte der Mann, der 1986 beim WM-Titelgewinn der "Gauchos" im Mittelfeld eine Art "Leibwächter" Maradonas war und nun aus dem Schatten des Superstars springen will.

Batista coachte Argentinien bereits beim 1:0-Sieg im vergangenen Monat in Irland. Eigentlich darf er nach dem Spanien-Spiel dann nur noch am 8. Oktober in Tokio gegen Japan ran. Aber "Checho" bekommt Unterstützung von prominenter Seite. "Man sollte ihm Zeit geben, damit er sich beweisen kann, zwei oder drei Spiele sagen nichts aus", forderte FC Barcelonas Dribbelkünstler Lionel Messi. Der 23-Jährige wird gegen Spanien zusammen mit Diego Milito, Carlos Tevez und dem nach langer Zeit wieder nominierten Spielmacher Andres D'Alessandro die Offensive der Hausherren bilden.

Messi versprach, dass die 65.600 Zuschauer im ausverkauften Monumental-Stadion eine gute Leistung sehen werden. Man wolle trotz der schlechten Erfahrung bei der WM in Südafrika weiter auf Angriffsfußball setzen. "Die Spanier sind Weltmeister, aber sie respektieren uns", so Messi. Auch Spaniens Außenverteidiger Pablo Capdevila erwartet ein "tolles Spiel".

Die Gäste treten bis auf den verletzten Carles Puyol in Bestbesetzung an. Mit dabei sind unter anderem Andres Iniesta, Xavi, Iker Casillas, David Villa und Fernando Torres. Bei den Argentiniern geben die von Maradona vor der WM aussortierten Routiniers Javier Zanetti und Esteban Cambiasso von Inter Mailand ihre Comebacks. Cambiasso empfahl, die Spielweise des Weltmeisters zu "kopieren". "Man sollte nicht sterben, bevor man versucht hat, einmal wie Spanien zu spielen", sagte er bewundernd.

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