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Schmidtgal (r.) vom Zweitligisten Oberhausen © APA (Archiv/dpa)

Kasachstans Fußball-Teamchef Bernd Storck ist sich der Rolle des klaren Außenseiters in der EM-Qualifikation in Österreich

Kasachstans Fußball-Teamchef Bernd Storck ist sich der Rolle des klaren Außenseiters in der EM-Qualifikation in Österreich bewusst. Der 47-jährige Deutsche hofft allerdings darauf, dass die Eingespieltheit seines Teams ein Vorteil sein könnte. "Wir treffen auf eine Mannschaft, die sich noch finden muss", erklärte Storck. "Sie haben große individuelle Klasse, aber noch keine Stammelf gefunden."

Tatsächlich wird ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini auch im zwölften Spiel seiner Amtszeit eine neue Startformation aufs Feld schicken. Dennoch seien die Österreicher großer Favorit, betonte Storck. "Wir sind klarer Außenseiter. Den kasachischen Fußball kann man mit dem österreichischen gar nicht vergleichen. Das ist eine andere Welt", sagte der langjährige deutsche Bundesliga-Spieler, der seit 2008 im Amt ist und nur bis Jahresende einen Vertrag hat.

Drei Punkte in den ersten vier Quali-Spielen sind die Zielvorgabe des kasachischen Verbandes. Zum Auftakt gegen die Türkei hatten die Kasachen zu Hause 0:3 verloren. Im Oktober sind Belgien und Deutschland die weiteren Gegner. "Der eine oder andere Punkt wäre das Ziel. Wenn wir einmal in Führung gehen, ist irgendwann eine kleine Überraschung möglich", versicherte Storck.

Dementsprechend werde sich sein Team auch in Salzburg nicht verstecken. "Wir werden uns nicht hinten reinstellen, sondern unser Glück auch nach vorne versuchen", versprach Kasachstans Teamchef. "Das haben wir auch gegen eine unglaublich starke türkische Mannschaft getan." Den Stürmer Sergej Ostapenko, der gegen die Türken von Beginn an gespielt hatte, eliminierte Storck allerdings noch vor der Reise nach Österreich aus disziplinären Gründen. "Er hat sich nicht so verhalten, wie ich mir das vorstelle."

Abgesehen davon steht den Kasachen ihre stärkste Elf zur Verfügung - inklusive dem linken Flügel Heinrich Schmidtgal vom deutschen Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen. "International haben meine Spieler aber keine Erfahrung", betonte Storck. Viele Österreicher dagegen hätten mittlerweile den Sprung in die deutsche Bundesliga geschafft - ein Qualitätsbeweis. "Diese jungen Spieler haben sehr viel Potenzial", sagte Storck. "In den nächsten Jahren wird Österreich eine sehr starke Mannschaft bekommen."

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