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Austria-Stürmer trifft auch für Österreich © APA (Krugfoto)

Es ist nicht seine angestammte Position. Es ist auch nicht die, auf der seine Stärken am besten zur Geltung kommen. Dennoch

Es ist nicht seine angestammte Position. Es ist auch nicht die, auf der seine Stärken am besten zur Geltung kommen. Dennoch rettete Roland Linz Österreich am Dienstag in der Nachspielzeit den Auftakt der Fußball-EM-Qualifikation gegen Kasachstan (2:0).

Der Austria-Goalgetter, der von Teamchef Dietmar Constantini überraschend als hängende Spitze aufgeboten worden war, traf zum 1:0 und schickte Joker Erwin Hoffer nur Sekunden später zum 2:0-Endstand auf die Reise. Dabei hatte sich Linz in Salzburg zuvor 90 Minuten sehr schwergetan.

Der 29-Jährige musste immer wieder aus dem Mittelfeld heraus agieren - Bälle sah er nur sehr wenige. Das Experiment von Constantini, der Linz in dieser Rolle zuvor nur vergangene Woche in einem Test gegen den Fünftligisten FC Schladming (22:0) ausprobiert hatte, schien nicht aufzugehen, bis dieser in der 91. Minute den Ball aus heiterem Himmel ins kurze Eck rollte.

Es war das 8. Tor von Linz im 37. Länderspiel. Dabei war der Austria-Stürmer erst im August im Test gegen die Schweiz (0:1) erstmals seit rund zwei Jahren ins Team einberufen worden. Dennoch durfte er nach der Auswechslung von Speerspitze Marc Janko ab der 78. Minute sogar die Kapitänsbinde tragen. Diese hatte ihn offensichtlich beflügelt.

In der Rolle des Vorbereiters für Janko hatte Linz zwar lange Zeit nicht zu gefallen vermocht, am Ende tat er aber das, was er am Besten kann - wichtige Tore schießen. Für die Austria hat der Goalgetter in der laufenden Saison bereits vier Treffer in der Liga und drei im Europacup erzielt.

Gefährlichster Österreich war in der Anfangsphase gegen Kasachstan noch Martin Harnik gewesen. Vom Stuttgart-Legionär hat Constantini zuletzt immer wieder gesagt, dass er ihn als Stürmer sehe - aufgestellt wurde er im rechten Mittelfeld. Dort wirbelte der 23-Jährige, ließ jedoch den Torjäger-Instinkt vermissen. Dadurch musste die ÖFB-Elf bis zum erlösenden Linz-Treffer um die so wichtigen drei Punkte zittern.

Harnik verzog bereits in der 3. Minute aus aussichtsreicher Position. Dem ließ der österreichisch-deutsche Doppelstaatsbürger in Minute elf ein sehenswertes Solo folgen - um wieder alleine vor Kasachstan-Keeper Andrej Sidelnikow zu scheitern. Ein Lupfer ins lange Eck wäre vermutlich die bessere Alternative gewesen als ein Flachschuss aus kurzer Distanz.

Erinnerungen an die EURO 2008 wurden wach. Damals hatte sich Harnik im Gruppenspiel gegen Polen (1:1) ebenfalls mehrere Großchancen vergeben, war aber mehrmals alleine vor dem Torhüter gescheitert. In 18 Länderspielen hält der Offensivspieler damit bei zwei Toren. Dabei hatte er in der vergangenen Saison sehr regelmäßig getroffen. 13 Tore für den deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf hatten Harnik seinen Vertrag in Stuttgart beschert.

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