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Wie ÖFB mit Punktemaximum, aber mit Spiel mehr © APA (epa)

Deutschland und die Türkei werden bis dato der Favoritenrolle in der österreichischen EM-Qualifikations-Gruppe A gerecht. Beide

Deutschland und die Türkei werden bis dato der Favoritenrolle in der österreichischen EM-Qualifikations-Gruppe A gerecht. Beide Teams halten nach zwei Partien beim Maximum von sechs Punkten. Am 8. Oktober kommt es in Berlin zum mit Spannung erwarteten direkten Duell. Am gleichen Tag empfängt Österreich Aserbaidschan, das am Dienstagabend in Köln 1:6 unter die Räder kam.

Deutschlands Teamchef Joachim Löw war über die Leistung seiner Mannschaft hoch erfreut. "Es war eine enorme Spiel- und Kombinationsfreude zu sehen. Wir hatten viele gute Szenen und Chancen, haben sechs Tore erzielt. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass es ihr Spaß macht", bilanzierte Löw.

Gefährlich wie immer war Miroslav Klose, der zweimal traf und mit 55 Länderspiel-Toren nun gleichauf mit Joachim Streich auf Rang zwei der DFB-Allzeitliste geführt wird. Berti Vogts, der Trainer des kommenden ÖFB-Gegners, erkannte die Überlegenheit der Elf aus seiner deutschen Heimat neidlos an: "Es war wirklich eine Lehrstunde. Eine Fortbildung für meine Mannschaft. Deutschland spielt in einer anderen Liga. Das Ergebnis ist absolut in Ordnung. Wir haben viel zu passiv gespielt."

Die aktuelle Tabellenführung vor der Türkei und Österreich bedeutet Löw "eigentlich herzlich wenig, wir stehen am Anfang dieser Qualifikation". "Jetzt kommt ein wichtiges Spiel, und das wollen wir natürlich gewinnen", meinte Löw mit Blick auf die Türkei-Partie. Ob da Kapitän Michael Ballack zurückkehren wird, ist völlig offen. "Das ist jetzt nicht das Thema. Es gibt viele Spiele bis Oktober. Wenn ich der Meinung bin, dass er die Mannschaft verstärkt, dann klar. Aber jetzt ist natürlich wichtig, dass er seine Form findet."

Fix ist, dass Löw im Vorfeld des Spiels gegen die Türken in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten wird und die Spieler mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet werden.

Ebenfalls auf einem sehr guten Weg befinden sich die Türken, die in Istanbul Belgien 3:2 niedergerungen haben. "Wir haben uns den Sieg mehr als verdient", stellte der türkische Teamcoach Guus Hiddink klar. Hiddink war vor allem von der Moral seiner Mannschaft angetan.

"Trotz einiger Rückschläge und verteilter Geschenke haben wir gewonnen. Die körperliche und mentale Reaktion der Spieler macht mich stolz. Wir wussten, dass wir gewinnen, wenn wir unser Spiel durchziehen. Aber wir müssen schlauer werden", forderte der Niederländer.

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