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Afolabi ist diesmal gegen den LASK gesperrt © APA (Archiv/Rubra)

Meister Salzburg steht am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) schon ziemlich unter Druck. In der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga

Meister Salzburg steht am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) schon ziemlich unter Druck. In der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga gastiert Nachzügler LASK bei den "Bullen", die zuletzt bei Schlusslicht Mattersburg in eine 0:1-Niederlage schlitterten. Die Linzer wiederum tankten nach fünf Niederlagen en suite mit einem überraschenden 1:0-Heimerfolg über Rapid neues Selbstvertrauen.

"Ich war nicht im Kloster, sondern auf dem Platz, und auch da muss geredet werden, dass ist viel wichtiger", erklärte Salzburg-Trainer Huub Stevens angesichts seines "Schweigegelübdes", das er sich nach dem schmerzhaften Spiel in Mattersburg auferlegt hatte. Der Niederländer stellt sich zwar vor sein Team, das erst vier Partien absolviert, aber auch erst vier Punkte auf dem Konto hat, stellte aber auch klar: "Die Mannschaft ist jetzt in der Pflicht. Sie muss jetzt zeigen, was in ihr steckt. Ich hoffe, dass die Spieler wissen, was gefragt ist."

Stevens, der saisonübergreifend in den jüngsten zehn Bundesligaspielen nur drei Siege feiern konnte und gegen den LASK auf den gesperrten Rabiu Afolabi verzichten muss, gab sich weiter optimistisch. "Ich bin nicht unzufrieden mit der derzeitigen Situation, denn wenn man die beiden (noch nicht absolvierten, Anm.) Spiele dazunimmt, würden wir auf Platz drei stehen", sagte er. "Ich weiß, dass wir es besser können. Die Vergangenheit ist nicht wichtig, für mich zählt das Morgen."

Die Länderspielpause bezeichnete er als "Pech, weil wichtige Schlüsselspieler weg waren, und ich nicht weiß, wie sie trainiert haben. Außerdem haben Leitgeb, Wallner, Pokrivac und Svento nicht gespielt". Ein Torhüterwechsel ist für ihn nach den Patzern von Gerhard Tremmel nur bedingt ein Thema. "Ja und nein", sagte Stevens kryptisch. Angesichts der Fan-Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr von Eddie Gustafsson sei der Druck für Tremmel "sicher nicht zu groß. Und wenn, dann muss er damit umgehen", so Stevens.

Statistisch betrachtet ist die Partie eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Seit dem Wiederaufstieg des LASK hat man bei drei Unentschieden nur eine Niederlage kassiert, zu Hause gab es in sechs Spielen ebenso viele Siege. Die Linzer warten zudem seit vier Auswärtspartien auf Tore.

LASK-Coach Helmut Kraft ist sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst. "Meine Mannschaft ist beim Meister natürlich sehr gefordert. Aber wir haben beim Sieg gegen Rapid gezeigt, dass wir auch mit guten Mannschaften mithalten können. Wir gehen mit Selbstvertrauen in die Partie und möchten gerne einen Punkt mit nach Linz nehmen", betonte Kraft, der bis auf den "schmerzhaften" Ausfall von Thomas Piermayr alle Spieler zur Verfügung hat.

"Die Nationalteamspieler Klodian Duro, der für Albanien zwei Spiele absolviert hat, und Justice Majabvi, der einmal für Simbabwe gespielt hat, sind zu meiner Freude fit nach Linz zurückgekehrt", sagte Kraft. Für die ehemaligen Salzburger Rene Aufhauser und Alexander Zickler gibt es ein Wiedersehen, auf der Gegenseite trägt mit Roman Wallner ein Ex-LASK-Akteur das Salzburg-Trikot. "Natürlich ist die Partie für mich etwas Besonderes, schließlich habe ich fünf Jahre dort gespielt", sagte Zickler.

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