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Offene Partie in Wiener Neustadt erwartet © APA (Archiv/Schalber)

Im Spiel eins nach der Rückzugs-Ankündigung von Mäzen Frank Stronach muss Wiener Neustadt am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) zu

Im Spiel eins nach der Rückzugs-Ankündigung von Mäzen Frank Stronach muss Wiener Neustadt am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) zu Hause gegen Kapfenberg aus seiner Mini-Krise finden. Nach den zwei Auftakterfolgen geriet der Motor ins Stottern, vier Runden warten die Niederösterreicher bereits auf einen Sieg. Auch Kapfenberg musste zuletzt eine 0:1-Niederlage in Ried hinnehmen.

"Wir stehen in der Schuld", sagte Wiener-Neustadt-Trainer Peter Schöttel und erinnerte an das "katastrophale" 0:5 im bisher letzten Heimspiel gegen Ried am 21. August. Dazwischen lag die etwas kuriose 2:4-Schlappe vor zwei Wochen bei Sturm Graz, bei der Kapitän Hannes Aigner und Co. zweimal eine Führung aus der Hand gaben. "Wir haben eine Reaktion auf das 0:5 gezeigt", versuchte Schöttel der Niederlage auch Positives abzugewinnen. Dennoch ärgerte sich der langjährige Rapid-Akteur über drei Tore, die man in Standardsituationen erhalten hatte.

"Spielerisch sind war ganz gut unterwegs, das unterscheidet uns von anderen Teams in der Liga", befand Schöttel. Ob der Gegner nun Kapfenberg oder anders heißt, ist ihm egal. "Sicher ist Kapfenberg ein unangenehmer Gegner, aber es sind eh alle Spiele schwer. Wir haben jedenfalls ein Heimspiel, und das ist gut für uns." Dass die vereinsinternen Vorgänge eine Auswirkung auf die Leistung seiner Kicker haben könnte, glaubt er nicht: "Nein. Bis zum Winter sind alle Spieler hier, und sie wollen sich ja in die Auslage stellen."

Für "Falken"-Coach Werner Gregoritsch wird das Duell mit den Niederösterreichern eine "schwere Partie". "Wiener Neustadt hat eigentlich sehr guten Fußball geboten, sie haben die Qualität, im vorderen Drittel der Liga zu sein", ist sich der Steirer sicher. Die Nachricht vom Stronach-Rückzug könne zudem "negativ für uns sein, weil die Spieler gerade jetzt zeigen wollen, was sie können. Sie spielen einen offensiv-orientierten Fußball, wir müssen daher kompakt stehen und dürfen ihnen keine Räume lassen".

Die Länderspielpause sei "ideal" gewesen, in einem Trainingslager in der Steiermark holte man sich zuletzt einen konditionellen Feinschliff. Die Erwartungen vor dem Duell mit den Niederösterreichern sind aber schaumgebremst. "Von einem Sieg zu reden, wäre vermessen", sagte Gregoritsch, der Rene Pitter wieder im Kader hat, dafür auf Milan Fukal (Muskelfasereinriss) und Manuel Schmid (Rückenprobleme) verzichten muss. "Wir haben bis auf das LASK-Spiel keine großartige Auswärtsbilanz (3 Spiele, 2 Niederlagen, 1 Sieg- Anm.). Das Ziel ist, ungeschlagen zu bleiben."

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