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Am 25. und 26. September wird gestreikt © APA (epa)

Der von den Serie-A-Spielern für 25. und 26. September ausgerufene Streik gegen den neuen Kollektivvertrag sorgt in Italien für

Der von den Serie-A-Spielern für 25. und 26. September ausgerufene Streik gegen den neuen Kollektivvertrag sorgt in Italien für hitzige Diskussionen. Liga-Präsident Maurizio Beretta bezeichnete den Spielerstreik in der fünften Runde als unannehmbar.

"Dieser Streik ist ein Affront gegen die Millionen von Fans, die in dieser schwierigen Wirtschaftskrise auf vieles verzichten, um im Fernsehen und im Stadion ihre Mannschaft zu folgen, und den 635 Serie A-Spielern erlauben, durchschnittlich 1,3 Millionen Euro im Jahr zu verdienen", sagte Beretta laut Medienangaben vom Samstag.

Die Kicker rebellieren im Streit um neue Transferregeln gegen ihre Vereine, die Spielerwechsel in Zukunft auch gegen den Willen der betroffenen Fußballer möglich machen wollen. Die Clubs können die Fußballer laut neuen Regeln zudem dazu zwingen, sich bei ihren Ärzten behandeln zu lassen und ihre Mediziner nicht mehr frei zu wählen. Außerdem sind die Spieler angehalten, einen korrekten Lebensstil zu führen, sonst drohen ihnen empfindliche Strafen. Die Gehälter werden stärker an die Leistungen der Mannschaft gebunden.

Es werde so lange gestreikt, bis man sich einige, betonte Verteidiger Massimo Oddo vom AC Milan. Der Spielerstreik sei unmotiviert, die Kicker würden die schwierige Konjunktur nicht berücksichtigen, reagierten die Vereine. "Die Fußballer der Serie A wollen weiterhin in einem tropischen Aquarium leben, während draußen ein Windsturm tobt. Das Fest ist zu Ende. In der Serie A spielt eine beschränkte Gruppe von Elite-Kickern und die Clubs sind gezwungen, ihre Bilanzen in Ordnung zu halten", entgegnete der Liga-Präsident.

Der italienische Fußballverband (FIGC) vermittelt, um die von den Spielern angekündigten Kampfmaßnahmen abzuwenden. Verbandspräsident Giancarlo Abete berief ein Treffen mit der Spielergewerkschaft AIC und den Vertretern der Liga am kommenden Montag in Rom ein. "Ich hoffe, dass auf allen Seiten die Vernunft überwiegt, und dass wir bald eine Lösung finden", erklärte Abete.

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