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Arnautovic zeigte gegen Bayern auf © APA (epa)

Starke Torhüter, schwache Schützen - Louis van Gaal war nach dem Stotterstart der Bayern "etwas erbost" über die mangelhafte

Starke Torhüter, schwache Schützen - Louis van Gaal war nach dem Stotterstart der Bayern "etwas erbost" über die mangelhafte Chancenverwertung, wie Karl-Heinz Rummenigge verriet. Der Vorstandsboss selbst beklagte nach der unterhaltsamen Nullnummer im Bundesliga-Topspiel gegen Werder Bremen einmal mehr die heftigen Nachwehen der Fußball-Weltmeisterschaft für den deutschen Meister.

"Das Spiel war sehr gut, das wir abgeliefert haben. Wenn ich erbost bin, dann über den Fußball-Kalender. Es kann nicht sein, dass nach einer Weltmeisterschaft den Trainern zugemutet wird, dass drei Länderspiele stattfinden. So kann man keinen Rhythmus aufbauen, und der fehlt uns, um das Tor zu machen und dann 1:0 zu gewinnen", schimpfte Rummenigge am Samstag über die Terminplanung der FIFA.

Im ersten Jahr unter Van Gaal standen die Bayern nach drei Spielen sogar nur mit zwei Punkten da. "Am Ende werden die Preise verteilt", beruhigte der Trainer. "Wir kriegen das schon hin", meinte auch Kapitän Mark van Bommel. Immerhin: Franck Ribery kommt langsam wieder in Schwung, arg vermisst wird aber der verletzte Arjen Robben. "Natürlich kommt die Frage nach Arjen, wenn man nicht gewinnt. Er ist ein Ausnahmespieler", sagte Van Bommel, "aber es darf nie an einem liegen".

Werder-Coach Thomas Schaaf, der Sebastian Prödl und Marko Arnautovic von Beginn an aufbot, durfte sich neben dem Punktgewinn über seine zwei Neuzugänge freuen: Vor allem der Brasilianer Wesley ließ sein Können auf der Özil-Position aufblitzen. Auch Mikael Silvestre fing sich hinten links nach Anlaufschwierigkeiten. "Beide haben sich sehr gut eingefügt. Man hat nicht gemerkt, dass sie neu sind", lobte Schaaf.

Indes kostete Hannover 96 ein spätes Tor von Patrick Helmes den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte. Auch ÖFB-Teamkicker Emanuel Pogatetz war beim 2:2 gegen Leverkusen von Schuld nicht ganz freizusprechen, sah nach einem ungestümen Foul schon in der 36. Minute Gelb-Rot. "Er darf das zweite Foul nicht begehen", kritisierte Trainer Mirko Slomka den routinierten steirischen Verteidiger. "Da war er zu emotional."

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