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Valdez Matchwinner gegen Barcelona © APA (epa)

Spaniens Fußball-Meister FC Barcelona ist am Samstagabend im zweiten Anlauf zum ersten Mal gestolpert. Die Katalanen kassierten

Spaniens Fußball-Meister FC Barcelona ist am Samstagabend im zweiten Anlauf zum ersten Mal gestolpert. Die Katalanen kassierten im Camp Nou gegen den Aufsteiger Hercules Alicante eine bittere 0:2-Schlappe. "Sie haben verdient gesiegt, Glück war das nicht", gestand Barca-Coach Josep Guardiola, dessen Team zum Auftakt der Primera Division noch einen 3:0-Sieg bei Racing Santander gefeiert hatte.

Das 0:2 war die erste Niederlage im eigenen Stadion seit 16 Monaten. Matchwinner für den Liga-Neuling war der 26-jährige Ex-Dortmund-Stürmer Nelson Valdez mit einem Doppelpack (26., 59.). "Es geht nicht besser, als im Camp Nou zu gewinnen", sagte der Paraguayer.

Im Gegensatz zu Barca durfte sich Real Madrid über einen 1:0-Erfolg gegen Osasuna freuen und ist nach dem 0:0 in der ersten Runde weiter ungeschlagen. Den entscheidenden Treffer erzielte Ricardo Carvalho in der 48. Minute. In den Mittelpunkt spielten sich allerdings mit Mesut Özil und Sami Khedira zwei DFB-Teamkicker. "Özil lässt das Spiel einfach aussehen. Das ist eine Kunst", freute sich Real-Coach Jose Mourinho und adelte auch Khediras Leistung: "Er hat ein großes Spiel gemacht."

Özil habe die Virtuosität eines Geigers, befand "El Pais", und "As" sieht in ihm einen "Hoffnungsträger" voller Magie und Eleganz. "Özil machte den Unterschied. Er war mit Abstand der beste Spieler Reals auf dem Platz", schrieb das führende Sportblatt "Marca". In der ansonsten eher mauen Partie wirbelte der Feingeist die Abwehr Osasunas immer wieder mächtig durcheinander und hätte beinahe selbst ein Tor gemacht. Auf jeden Fall konnte er gleich bei seinem Einstand das anspruchsvolle Bernabeu-Publikum begeistern. "Er hat der Mannschaft eine wichtige Dynamik gegeben", lobte Mourinho.

Arbeitstier Khedira wurde vom Sportblatt "Marca" mit einem Geländewagen verglichen, der jedes Terrain zu meistern weiß. "Er hat ein riesiges Potenzial. In manchen Phasen verschwindet er zwar, in anderen ist er aber allgegenwärtig", schwärmte die Zeitung über den 23-jährigen Ex-Stuttgarter.

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