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Roland Linz war Austrias Matchwinner © APA (Pessenlehner)

Die Austria hat im 294. Wiener Fußball-Derby gegen Rapid ihre Mini-Krise beendet. Nach vier erfolglosen Runden feierten die

Die Austria hat im 294. Wiener Fußball-Derby gegen Rapid ihre Mini-Krise beendet. Nach vier erfolglosen Runden feierten die Violetten im Duell mit dem Erzrivalen einen 1:0-(0:0)-Auswärtserfolg. Für die Austria war es der erste Derby-Erfolg im Hanappi-Stadion seit 2. Mai 2004. Die Mannschaft von Karl Daxbacher verbesserte sich auf den vierten Tabellenrang, Rapid fiel auf den sechsten Platz zurück.

Teamstürmer Roland Linz erzielte in der 63. Minute den entscheidenden Treffer für die Austria. Der Torjäger verwertete eine der wenigen Austria-Chancen eiskalt. Rapid ließ hingegen viele Möglichkeiten aus und verabsäumte es, Selbstvertrauen für den Europa-League-Einsatz gegen den FC Porto am Donnerstag in Portugal zu tanken.

17.500 Zuschauer im ausverkauften "St. Hanappi" bekamen sogleich eine Premiere serviert. Jan Vennegoor of Hesselink absolvierte von Beginn weg sein Debüt in Grün-Weiß, der baumlange Niederländer sollte gemeinsam mit Atdhe Nuhiu die violette Abwehr durcheinanderwirbeln. Der 31-Jährige wirkte aber zumeist wie ein Fremdkörper im Rapid-Spiel, bis auf einen Torschuss in der 24. Minute war Vennegoor of Hesselink bis zu seinem Austausch nach einer Stunde kaum zu sehen.

Nuhiu erwies sich hingegen als Gefahrenherd Nummer eins für die Austria. Bereits nach 1:37 Minuten Spielzeit verzog der U21-Teamstürmer aus aussichtsreicher Position, zwei Minuten später landete ein Kopfball am Tornetz. Rapid überraschte die mit Robert Almer anstelle des an den Adduktoren verletzten Stamm-Keepers Heinz Lindner eingelaufene Austria mit einer stürmischen Anfangsphase. Der Rekordmeister konnte aus der Feldüberlegenheit aber kein Kapital schlagen. Auch, weil sich Nuhiu und Vennegoor of Hesselink oft im Weg standen.

Die Daxbacher-Elf, bei der Milenko Acimovic auf der Bank Platz nahm, kam erst nach einer halben Stunde besser in die Partie. Nach einem Freistoß von Zlatko Junuzovic erwies sich Rapids Schlussmann Raimund Hedl als nicht fangsicher (25.). Auch ein Fernschuss des wieder fitten Teamkickers bereitet dem Routinier Probleme (34.). Zumeist stand Rapids Abwehrreihe jedoch sicher, auch ein gefährlicher Junuzovic-Querpass auf Linz (44.) wurde im letzten Moment entschärft.

Am Charakter der Partie änderte sich auch nach Seitenwechsel wenig. Rapid blieb dominant, aber ideenlos - und ließ zudem die sich bietenden Chancen ungenutzt: Erneut Nuhiu setzte den Ball neben das Tor (49.). Die aus einer gesicherten Abwehr auf Konter bedachte Austria profitierte schließlich von einem Stellungsfehler von Andreas Dober, um das Goldtor zu erzielen. Der Außenverteidiger hebelte nach einer Baumgartlinger-Hereingabe Rapids Abseitsfalle aus, Linz vollstreckte.

Rapids Coach Peter Pacult reagierte im Finish mit der Hereinnahme von Christopher Trimmel, auch mit einem zusätzlichen Offensivspieler wollte der Ausgleich aber nicht fallen. Die besten Möglichkeiten vergab Joker Hamdi Salihi: Zunächst setzte der Albaner den Ball nach dem einzigen Patzer von Almer im Fallen neben das verwaiste Tor (74.), dann fand ein Flugkopfball nicht das Ziel (84.). Trimmel vergab in der 92. Minute eine weitere Top-Chance und untermauerte damit Rapids Ineffizienz vor dem gegnerischen Tor.

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