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Jubel bei den Veilchen über Erfolg bei Rapid © APA

Für die Austria hätten zwei Negativserien nicht viel schöner zu Ende gehen können. Dank des 1:0 im 294. Wiener Fußball-Derby

Für die Austria hätten zwei Negativserien nicht viel schöner zu Ende gehen können. Dank des 1:0 im 294. Wiener Fußball-Derby am Sonntag auswärts gegen Rapid feierten die Violetten nach vier Runden wieder einen vollen Erfolg und triumphierten obendrein zum ersten Mal nach über sechs Jahren im Hanappi-Stadion. Da kümmerte es Trainer Karl Daxbacher wenig, wie der Sieg zustande gekommen war.

"Ich hinterfrage nicht, ob wir glücklich gewonnen haben. Ich freue mich einfach nur." Zunächst hatte nur wenig auf einen Austria-Erfolg hingedeutet - Rapid kontrollierte die Partie und fand die besseren Chancen vor. "Wir haben zwar gut verteidigt, aber vor allem in der ersten Hälfte sind uns zu viele Ballverluste passiert", analysierte Daxbacher.

Dann aber setzte sich die effizientere Mannschaft durch. "Wir haben nicht viel zugelassen und eine unserer wenigen Chancen genützt", meinte der Niederösterreicher, der beim entscheidenden Treffer durch Roland Linz zunächst von einer Abseitsstellung ausging. "Erst im Fernsehen habe ich gesehen, dass es regulär war."

Rundum zufrieden war Daxbacher mit der Leistung des Schiedsrichter-Teams aber nicht. "Zwei Elfmeter-Situationen wären eindeutig für uns zu geben gewesen", kritisierte der Coach. Zlatko Junuzovic war mehr als verwundert, als er nach einer Attacke von Stefan Kulovits im Strafraum keinen Elfer zugesprochen bekam, sondern wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Finish die Gelbe Karte sah.

Auch ohne Strafstoß rettete sich die Austria über die Zeit und stieß dadurch auf Rang vier vor. Mit Rapid an sechster und Salzburg an achter Stelle sind zwei weitere Europacup-Starter nach der siebenten Runde noch schlechter platziert, was laut Daxbacher an der Doppelbelastung und an der defensiven Spielweise der Gegner liegt. Die Defensiv-Strategie der Austria ging aber nicht nur aufgrund einer starken Abwehr-Leistung der "Veilchen" auf, sondern auch wegen der oft planlosen Angriffsbemühungen der Hütteldorfer, deren Angreifer Jan Vennegoor of Hesselink und Atdhe Nuhiu weitgehend isoliert waren.

Peter Pacult führte die Ineffizienz seiner Angreifer auf das mangelhafte Flügelspiel zurück und an Andreas Dober. "Wir waren auf der rechten Seite tot, da ist gar nichts gekommen. Und links haben wir uns oft verzettelt." Mit nur neun Zählern lieferte der Rekordmeister den schlechtesten Liga-Start seit vier Jahren ab. Schuld an der tristen Meisterschaftsbilanz sei laut Pacult vor allem die schlechte Chancenauswertung.

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