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Eto'o und Kollegen suchen nach der Vorjahres-Form © APA (epa)

Inter Mailand kommt auch in der Champions League noch nicht auf Touren. Der Titelverteidiger der Fußball-"Königsklasse" musste

Inter Mailand kommt auch in der Champions League noch nicht auf Touren. Der Titelverteidiger der Fußball-"Königsklasse" musste sich gegen Neuling Twente Enschede zum Auftakt am Dienstagabend mit einem 2:2 begnügen. Für Trainer Rafa Benitez war dies trotzdem kein Beinbruch. In Bremen waren die Verantwortlichen nach dem 2:2 gegen Tottenham Hotspur indes hin- und hergerissen.

Samuel Eto'o bewahrte Inter in Enschede vor einem Fehlstart. Zwar hatte der in seiner Heimat vor Spielbeginn ausgebuhte Vizeweltmeister Wesley Sneijder (13.) den Favoriten voran gebracht, Twente blieb aber unbeeindruckt. Theo Janssen (20.) und ein Eigentor von Diego Milito (30.) ließen sogar Siegträume reifen, die Eto'o (41.) zunichtemachte. Bei strömendem Regen und widrigen Platzverhältnissen war für Italiens Triple-Sieger danach nichts mehr zu holen.

"Das ist nicht das Resultat, auf das wir vorher gehofft hatten", erklärte Mittelfeldspieler Esteban Cambiasso. Die "Gazzetta dello Sport" sah es ähnlich und titelte am Mittwoch: "Inter - wo bis du?" Zu allem Überdruss verletzte sich auch Stürmer Goran Pandev am Knie und droht länger auszufallen. Für Inter wäre eine Zwangspause für den Mazedonier bitter, nachdem sich die Offensivreihe nach dem Verkauf von Jungstar Mario Balotelli bereits im Sommer gelichtet hatte.

Twente durfte mit dem Einstand in der Champions League indes zufrieden sein. "Wenn man solch einen Start gegen den europäischen Champion hinlegt, kann das nur positiv sein. Aber es wäre noch mehr drin gewesen", bilanzierte Coach Michel Preud'homme. Janko zeigte als Solospitze bis zu seinem Austausch im Finish eine gute Leistung. Per Kopf fand der Niederösterreicher sogar die Chance auf das 3:2 vor, Janko setzte den Ball allerdings über das Gehäuse.

Weiter nördlich von Enschede blieb das "Wunder an der Weser" zwar aus, trotzdem durften sich die Werder-Profis samt Sebastian Prödl und Marko Arnautovic über einen gewonnenen Punkt freuen. Gegen die "Spurs" aus London bereits 0:2 im Hintertreffen schlugen die Bremer durch Hugo Almeida (43.) und Marko Marin (47.) noch zurück und hätten beinahe noch eine Werder-typische Wende geschafft. Unterhaltung und Spannung sind fast garantiert, wenn die Hanseaten im Europacup spielen.

Trainer Thomas Schaaf, der sich über Fehler wie zu Beginn der Partie maßlos ärgert, hat sich damit aber nicht abgefunden. "Es ist so, dass man sich immer wieder fragt, wie kann so etwas passieren." Die eigene Mannschaft gibt dem Coach weiterhin Rätsel auf. Aber sie erfreut den Coach natürlich auch. "Das ist eine große Qualität, dass die Mannschaft nicht aufgibt und dass sie noch was reißen kann." Mit Blick auf das kommende Champions-League-Spiel bei Titelverteidiger Inter sah Schaaf sein Team auf dem richtigen Weg.

Nur begrenzt über die Hochschaubahn freuen konnte sich hingegen Tim Wiese. Der Torhüter nahm sich kein Blatt vor den Mund und schimpfte: "Das war Kasperle-Theater in den ersten 30 Minuten. Das war schlecht. Wir spielen hier schließlich nicht in der Oberliga, sondern in der Champions League."

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