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Messi zauberte wieder für seine vielen Fans © APA (epa)

Der FC Barcelona um den fulminanten Lionel Messi ist zum Auftakt der Champions League in altem Glanz erstrahlt. Bei der 5:1-Gala

Der FC Barcelona um den fulminanten Lionel Messi ist zum Auftakt der Champions League in altem Glanz erstrahlt. Bei der 5:1-Gala gegen Panathinaikos Athen lieferte der Weltfußballer des Jahres eine Zaubershow ab und wurde danach mit Lob überschüttet. "Er ist der beste Spieler der Welt. Und das mit einem Abstand, der nicht einzuholen ist", meinte sein Trainer Pep Guardiola.

Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war der Argentinier der überragende Mann im Star-Ensemble der Katalanen, die Panathinaikos nach allen Regeln der Kunst vorführten. Die Griechen durften sich im Camp Nou zwar ganze zwei Minuten über die Führung freuen, liefen danach aber in ein Debakel. Messi (22., 45.), David Villa (33.), Pedro (78.) und Dani Alves (93.) boten eine blau-rote Torgala, der Panathinaikos zumeist als Zuschauer folgen durfte.

Einziger Schönheitsfehler der Messi-Show war ein vergebener Elfmeter. Nach einem Foul an ihm scheiterte der "Floh" an Athens Schlussmann Alexandros Tzorvas. "Er hat die Seele eines Amateur-Kickers und ist daher auch nach einem verschossenen Elfmeter traurig", sagte Guardiola. Ansonsten hatte der Coach des spanischen Meisters nichts zu meckern: "Unsere Leistung war exzellent. So gut zu spielen ist sehr schwierig."

Manchester United stand hingegen nicht aufgrund der torlosen Nullnummer im "Battle of Britain" gegen die Glasgow Rangers, sondern vor allem nach der schweren Verletzung von Antonio Valencia unter Schock. Der Mittelfeldspieler des englischen Vizemeisters zog sich bei einem Zweikampf mit Kirk Broadfoot einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Die umstehenden Spieler reagierten geschockt und schlugen vor Entsetzen die Hände über dem Kopf zusammen.

"Es ist ziemlich schlimm, er wird uns wohl bis zum Saisonende fehlen", sagte United-Coach Sir Alex Ferguson. Broadfoot stand auch nach der Partie unter dem Eindruck der Szene, die sich in der 62. Minute ereignete. "Ich bin reingerutscht und als ich hingeschaut habe, stand sein Knochen heraus", sagte der mitgenommene Rangers-Verteidiger.

Manchester hatte gegen die Schotten auf eine B-Elf gesetzt und schonte unter anderem den bisher treffsicheren Stürmer Dimitar Berbatow. Die "Red Devils" waren danach trotz eines Wayne Rooney in ihren Reihen nie in der Lage, die Abwehrmauer der Schotten niederzureißen. Ferguson verteidigte danach seine Entscheidung. Er habe diverse Spieler testen wollen.

Weiter nicht aus der Krise kommt indes Schalke 04. Die Gelsenkirchner verloren in Lyon sang- und klanglos 0:1 und damit auch das vierte Pflichtspiel der Saison. Der nicht mehr unumstrittene Coach Felix Magath gab sich trotzdem als Daueroptimist: "Wir haben eine gute Leistung abgeliefert in einem Wettbewerb, in dem wir noch alle Chancen haben." Die Hoffnung auf die Wende zum Guten wird bei Schalke zum Dauerthema.

Tatsächlich kontrollierten die Knappen bis zum 0:1 durch Michel Bastos die Partie beim französischen Vizemeister. Und es passt zur bisherigen Saison voller Pleiten, Pech und Pannen, dass just in jener Phase, in der Schalke zulegen wollte, eine harte Rote Karte für Benedikt Höwedes (38.) folgte. Danach beschränkte sich das Team darauf, die Niederlage in Grenzen zu halten. "Die Rote Karte war der Knackpunkt. Ich habe nicht mehr gehofft, dass wir dann noch mit zehn Mann beim letztjährigen Halbfinalisten das Stadion stürmen", erläuterte Magath.

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