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Del Neri steht nach Niederlage unter Druck © APA (epa)

Juventus Turin kommt auch in der Europa League nicht auf Touren. Italiens Fußball-Rekordmeister musste sich zum Auftakt der

Juventus Turin kommt auch in der Europa League nicht auf Touren. Italiens Fußball-Rekordmeister musste sich zum Auftakt der Gruppenphase am Donnerstagabend in Turin mit einem 3:3 gegen Lech Posen begnügen. Für Salzburg sollte dies eine Warnung sein, ist Polens Meister am 30. September doch nächster Gegner der Stevens-Elf.

Alexander Manninger durfte zumindest im Europacup das Tor der "Alten Dame" hüten. Im Stadio Olimpico hatte der Salzburger aber keinen Grund zum Jubeln. Artjoms Rudnevs (13./Elfmeter, 30.) brachte Lech bereits in der ersten halben Stunde 2:0 voran. Juve drehte die Partie zwar, Altstar Alessandro del Pieri (68.) markierte die Führung. Rudnevs bezwang Manninger aber in der 92. Minute erneut. Der platzierte Fernschuss des Letten schlug unhaltbar für den Österreicher genau ins Kreuzeck ein.

Juve-Trainer Luigi del Neri hatte früh auf Defensive gesetzt - ein Schachzug, der nicht aufging. Der 60-Jährige bemängelte danach aber die fehlende Konzentration seiner Elf. "Die Probleme sind immer die gleichen. Es ist ein Mangel an Konzentration und Vertrauen in das, was wir auf dem Feld tun. Ich habe heute nicht die Qualitäten unseres Gegners gesehen, sondern unsere Fehler", meinte Del Neri, der auch in der Liga nach zwei erfolglosen Runden unter Druck steht.

Für die italienischen Serie-A-Clubs verlief der Auftakt insgesamt bescheiden. Keiner der vier Europa-League-Teilnehmer Juventus, Palermo, Napoli und Sampdoria Genua konnte einen Sieg einfahren.

Auch Spaniens Vereine bekleckerten sich nicht mit Ruhm, drei von vier Vertretern aus dem Land des Weltmeisters gingen als Verlierer vom Platz. Neben Villarreal und dem FC Sevilla erwischte es auch Atletico Madrid. Ausgerechnet der Spanier Javito Perol (59.) traf in Saloniki für Aris. Der Titelverteidiger steht vor seiner nächsten Gruppenpartie am 30. September in Madrid gegen Bayer Leverkusen somit bereits unter Zugzwang. Dem deutschen Bundesligisten bescherte ein Triple-Pack von Patrick Helmes (4., 58., 61.) einen 4:0-Auftakterfolg gegen Rosenborg Trondheim.

Auch der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund feierten Siege. Das bisher punktlose Liga-Schlusslicht aus dem Schwabenland machte mit einem 3:0 gegen die Young Boys Bern den ersten Schritt aus der Krise. "Der Sieg soll Signalwirkung haben für die Bundesliga", meinte Trainer Christian Gross erleichtert. ÖFB-Teamstürmer Martin Harnik stand beim VfB ab der 68. Minute auf dem Platz, bei einem Schlenzer unmittelbar nach seiner Einwechslung fehlten nur Zentimeter auf ein Tor (70.).

Dortmund schlug in Lwiw erst in den Schlussminuten zu und verwandelte ein 2:3 gegen Karpati Lwiw durch Treffer von Lucas Barrios (87.) und Mario Götze (92.) in ein 4:3. Unschöne Begleiterscheinungen der Partie im künftigen EM-Spielort 2012 waren aber Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppen. Gemäß ukrainischen Medien hätten angereiste Dortmunder den Fans von Karpati sowie der Polizei Straßenkämpfe geliefert. Nach deutschen Angaben hatten hingegen etwa 1.000 Anhänger von Lwiw vor dem Spiel am Vorabend 300 BVB-Fans attackiert. Dabei seien zwei Dortmunder leicht verletzt worden. (Schluss) tos/mgä

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