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Ivanschitz beim Match gegen Mainz im Februar © APA (epa)

Der FSV Mainz 05 und 1899 Hoffenheim halten in der deutschen Fußball-Bundesliga als einzige Teams nach drei Runden beim

Der FSV Mainz 05 und 1899 Hoffenheim halten in der deutschen Fußball-Bundesliga als einzige Teams nach drei Runden beim Punktemaximum. Am Samstag hoffen die Überraschungsmannschaften auf eine Fortsetzung des Erfolgslaufes, die Mainzer gastieren bei Werder Bremen, Hoffenheim muss beim 1. FC Kaiserslautern antreten.

In Bremen kommt es damit auch zu einem Österreicher-Duell Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz gegen Sebastian Prödl (hatte beim 2:1-Sieg in Mainz im Februar getroffen) und Marko Arnautovic, bis auf Ivanschitz haben alle drei ÖFB-Kicker vorerst ihr Fixleiberl. "Wir wissen, dass Mainz aktuell gut in Form ist", sagte Arnautovic. Trotzdem müsse man versuchen, die Aufgabe konzentriert zu erledigen. "Wir wollen Mainz schlagen. Das wird sehr schwierig", fügte der Stürmer hinzu.

Die Bremer haben im Champions-League-Spiel gegen Tottenham am Dienstag beim 2:2-Remis zwei Gesichter präsentiert. "Wir müssen begreifen, dass wir uns keine Auszeit nehmen dürfen. Wir haben nicht das Recht, passiv zu sein oder eine Halbzeit zu verschlafen", forderte Werder-Coach Thomas Schaaf von seiner Truppe. Volle Konzentration gelte nun wieder der Meisterschaft. "Wir wollen erfolgreich sein und dürfen keinen Unterschied zwischen den Aufgaben machen", betonte der 49-Jährige.

Die Mainzer haben einen überraschend guten Start hingelegt und rechnen sich nach den Siegen über Stuttgart (2:0), Wolfsburg (4:3) und Kaiserslautern (2:1) auch in Bremen Chancen aus. In der Favoritenrolle seien aber ganz klar die Hausherren. "Werder ist ein starker Gegner mit überragender individueller Qualität. Sogar die Bank ist im Champions-League-Niveau besetzt. Hinzu kommt ihre Flexibilität. Die Hürde ist hoch", war sich Mainz-Coach Thomas Tuchel bewusst.

Wie die Mainzer haben sich auch die Hoffenheimer, bei denen Andreas Ibertsberger wieder nur auf der Bank sitzen wird, Respekt erarbeitet. "Hoffenheim wird am Ende oben mit dabei sein. Die spielen schon sehr lange auf einem hohen Niveau und sind mittlerweile wieder die Einheit, die sie mal waren", lobte Kaiserslauterns Coach Marco Kurz den Gegner. Erwin Hoffer könnte beim Aufsteiger im Gegensatz zu Clemens Walch in der Startformation stehen.

Die Schalker stehen im Heim-Derby gegen Dortmund am Sonntag nach drei Meisterschaftsniederlagen in Folge sowie dem 0:1 in der Champions League gegen Lyon schon unter Zugzwang. "Drei Niederlagen reichen mir. Vier brauche ich nicht", betonte Coach Felix Magath. "Wir müssen das Derby für unsere Fans gewinnen", fügte der Schalke-Trainer hinzu, der auf Tore von Raul und Klaas-Jan Huntelaar hofft.

Der Tabellensechste BVB reist allerdings nach dem Last-Minute-4:3 in der Europa League gegen Karpati Lwiw mit Selbstvertrauen an. "Wir schulden unseren Fans einen Sieg gegen Schalke", sagte Stürmer Lucas Barrios. Letztmals setzten sich die Schwarz-Gelben in Gelsenkirchen am 14. Mai 2005 (2:1) durch.

Im zweiten Derby der vierten Runde will St. Pauli ebenfalls am Sonntag im ausverkauften Millerntor-Stadion seine Negativserie gegen den HSV beenden: Seit 33 Jahren wartet der Aufsteiger bereits auf einen Pflichtspielerfolg im direkten Duell.

Meister Bayern München (David Alaba auf der Bank) will am Samstag mit einem Sieg gegen den ersatzgeschwächten 1. FC Köln in der Tabelle einige Ränge gut machen. "Jetzt wollen wir auch einen Dreier in der Bundesliga machen", lautete die Prämisse von DFB-Teamspieler Holger Badstuber nach dem 2:0-Sieg in der Champions League gegen die AS Roma. Die Kölner rund um Lukas Podolski peilen aber eine Überraschung an. "Bayern ist Favorit, aber wir haben nichts zu verlieren", gab sich der Ex-Bayer Podolski angriffslustig.

Endlich punkten möchte das Schlusslicht Stuttgart im Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. "Wir wollen gegen Gladbach unsere Leistung bestätigen und aggressiv weiterspielen", sagte VfB-Coach Christian Gross. Der Schweizer Coach kündigte die eine oder andere Umstellung gegenüber dem Europa-League-Spiel gegen die Young Boys Bern (3:0) an, Martin Harnik kann damit zumindest darauf hoffen, in die erste Elf zu rutschen.

Der ebenfalls noch punktlose VfL Wolfsburg empfängt am Samstag Hannover 96, wo Emanuel Pogatetz wegen seiner Sperre fehlt. Bayer Leverkusen hat am Sonntag den 1. FC Nürnberg zu Gast, bei dem Rubin Okotie nicht in der Startformation steht. Bereits am Freitagabend trafen Eintracht Frankfurt (Ümit Korkmaz) und der SC Freiburg aufeinander.

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