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Neuer war Schalkes Bester © APA (dpa)

Für Schalke 04 ist der schlechteste Saisonstart in der deutschen Bundesliga-Geschichte besiegelt. Der Japaner Shinji Kagawa mit

Für Schalke 04 ist der schlechteste Saisonstart in der deutschen Bundesliga-Geschichte besiegelt. Der Japaner Shinji Kagawa mit einem Doppelpack (20./58.) und Robert Lewandowski (86.) schossen den BVB beim 1:3 am Sonntag zum ersten Sieg beim Erzrivalen seit fünf Jahren. "Es ist einer der schlimmsten Tage. So einen Start habe ich bisher auch noch nicht erlebt", sagte Schalke-Coach Felix Magath.

Beim erschreckend schwachen Schalker Millionen-Ensemble, für das nur Klaas-Jan Huntelaar (89.) traf, verschärfte sich mit der fünften Pflichtspiel-Pleite in Serie und dem Sturz ans Tabellenende die Krise weiter. "Baumeister" Magath gerät nach seinem Total-Umbruch immer stärker unter Rechtfertigungsdruck. Zudem muss der Trainer am Mittwoch in Freiburg Abwehrspieler Nicolas Plestan ersetzen, der nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (61.).

Gestärkt von drei Pflichtspielsiegen hintereinander führten die Dortmunder vor 60.069 Zuschauern die verunsicherten Gastgeber phasenweise vor und verbesserten sich mit dem hochverdienten Erfolg auf Tabellenplatz drei. "Absolut verdient", urteilte Gäste-Trainer Jürgen Klopp. "Wir haben ein überragendes Spiel gemacht.

Danach hatte es endgültig auch den Schalker Fans die Sprache verschlagen, stumm und entsetzt verharrten sie auf den Rängen. Zum ersten Mal seit langem war das Revierderby nicht ausverkauft. Aus Protest gegen die durch den Topzuschlag verteuerten Karten hatten rund 1.600 BVB-Anhänger ihre Tickets zurückgegeben.

Im zweiten Derby der vierten Runde trennten sich der FC St. Pauli und Hamburger SV mit einem 1:1-Remis. Fabian Boll (77.) brachte den Aufsteiger in Front, Mladen Petric (88.) rettete dem HSV zumindest noch einen Punktgewinn. Nach der Partie war die Situation in der Hansestadt angespannt. Schon vor Spielbeginn hatte es Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gegeben. Rund 2.000 HSV-Fans zogen vom Bahnhof Altona zum Spielbudenplatz auf der Reeperbahn und attackierten dort Polizeibeamte mit Flaschen und Knallkörpern. Zudem sind Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen worden. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein, um Bengalische Feuer zu löschen. Es gab rund 50 Festnahmen.

Nicht auf Touren kommt weiterhin Bayer Leverkusen. Die Werkself quälte sich gegen den 1. FC Nürnberg (ohne Rubin Okotie) zu einem 0:0 und blieb damit nach dem 3:6 gegen Mönchengladbach auch nach dem zweiten Bundesliga-Heimspiel ohne Sieg auf eigenem Platz. Mit Stefan Kießling und Patrick Helmes mussten beide Leverkusen-Stürmer verletzungsbedingt ausgetauscht werden.

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