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Wacker-Trainer Kogler baut auf eigene Tugenden © APA (Pessenlehner)

Aufsteiger Wacker Innsbruck will seine überraschende Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga am Mittwoch in Kapfenberg

Aufsteiger Wacker Innsbruck will seine überraschende Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga am Mittwoch in Kapfenberg erfolgreich verteidigen. Die Tiroler sind bei einem Spiel weniger als einziges Team noch ungeschlagen, diese Serie soll auch in der Obersteiermark halten. Die Kapfenberger bauen auf ihre Heimstärke, sie sind im Franz Fekete Stadion inklusive Cup schon acht Partien unbesiegt.

Wacker-Trainer Walter Kogler kann im siebenten Ligaspiel erstmals nicht auf dieselbe Startformation zurückgreifen. Flügelspieler Ernst Öbster fällt mit einer Entzündung im Knie aus. An seiner Stelle könnte Topscorer Marcel Schreter (5 Ligatore), der am Wochenende im Cup in Gaflenz (5:1) geschont worden war, um der Geburt seiner Tochter beizuwohnen, ins linke Mittelfeld zurückgezogen werden. Erste Alternative dazu ist Bülent Bilgen.

Kogler ist weiterhin darum bemüht, dass seine Kicker nach ihrem Sensationslauf zu Saisonstart nicht die Bodenhaftung verlieren. "Wir sind jetzt Tabellenführer, aber davon können wir uns nichts kaufen", betonte der Ex-Verteidiger. Dennoch wolle man sich so lange wie möglich an der Spitze behaupten. "Daher wollen wir auch in Kapfenberg punkten".

"Es wird ein sehr hartes Spiel. Wenn Kapfenberg den Kampf sucht, dürfen wir uns nicht darauf einlassen. Wir müssen unseren eigenen Rhythmus spielen", erklärte Kogler - und nahm als Vorbild den 2:0-Sieg Anfang August in Mattersburg. Damals hatten die eingewechselten Stürmer Andreas Bammer und Julius Perstaller erst in der Schlussphase getroffen. Auswärts ist der Aufsteiger nach zwei Spielen in dieser Saison noch ohne Gegentor.

Die Kapfenberger dagegen sind saisonübergreifend sieben Ligaspiele zu Hause ungeschlagen, haben sich zuletzt auch im Cup gegen Gratkorn (3:1) keine Blöße gegeben. Ihre bisher letzte Heimniederlage hatten sie am 27. März gegen Sturm (0:3) kassiert. "Wir haben zu Hause immer gut gespielt", erinnerte Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch. "Daher wollen wir auch den Tabellenführer schlagen. Wir müssen Respekt haben, aber sicher keine Angst."

Die Innsbrucker bezeichnete Gregoritsch als "derzeit beste Mannschaft in Österreich". "Die Betonung liegt auf Mannschaft, auf dem Kollektiv. Das hat sie zu ihrem Erfolg gebracht", erklärte der Kapfenberg-Coach. "Sie haben sich punktuell gut verstärkt und holen aus ihrem Leistungspotenzial das Optimale heraus." Ein Mitgrund dafür sei sicher die Eingespieltheit, haben die Tiroler doch immer dieselbe Startelf aufgeboten.

Gregoritsch muss weiterhin auf seinen Kapitän Milan Fukal verzichten. Der Defensiv-Organisator ist nach seinem Muskelfasereinriss noch nicht wieder bei 100 Prozent, dafür kehrt der Tiroler Manuel Schmid in den Kader zurück. Gregoritsch will dem Tabellenführer mit Kapfenberger Tugenden gegenübertreten: "Wir wollen unsere Vorzüge ausspielen, also vor allem Organisation und Kampfgeist."

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