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Roman Kienast beeindruckte © APA (rubra)

16 Zähler aus 7 Spielen. Die Bilanz von Sturm Graz kann sich nach dem 4:0-Erfolg beim LASK am Dienstag sehen lassen, den eigenen

16 Zähler aus 7 Spielen. Die Bilanz von Sturm Graz kann sich nach dem 4:0-Erfolg beim LASK am Dienstag sehen lassen, den eigenen Rekord hat man damit eingestellt: So gut wie heuer starteten die Blackies nur 2008/09 und 2001/02 in die Meisterschaft. "Wir sind froh, dass wir uns so schnell gefunden haben", sagte Trainer Franco Foda, dessen Elf in der Fremde weiter ungeschlagen ist.

Foda, der nicht zuletzt das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive hervorhob, war angesichts des zweiten Tabellenplatzes - punktegleich mit Leader Innsbruck - beeindruckt. "Wenn man bedenkt, dass wir im Sommer viele Stammspieler abgegeben haben, konnte man nicht damit rechnen, dass wir so weit vorne stehen", gab er zu Protokoll.

Über die Höhe des Sieges war freilich auch er überrascht. "Mit diesem Resultat konnte man nicht rechnen", sagte der Deutsche, dessen Elf am vergangenen Samstag im Cup bei Regionalligist Parndorf noch mit großer Mühe einen 2:1-Erfolg gefeiert hatte. "Nach der schlechten Leistung gegen Parndorf haben wir heute bewiesen, dass wir auswärts sehr stark sind und jeden Gegner schlagen können", meinte Mittelfeld-Akteur Haris Bukva.

Das disziplinierte und effiziente Sturm-Ensemble fügte den Linzern die sechste Niederlage in deren achtem Saisonspiel zu und rief auf der Gugl dunkle Erinnerungen an die Saison 2000/01 wach. Auch damals startete man mit der selben Bilanz (1 Sieg - 1 Remis - 6 Niederlagen) und rutschte am Ende in die sechs Jahre währende Zweitklassigkeit. Eine derart hohe Heimniederlage kassierten die "Athletiker" zuletzt am 13. August 2004 in der Ersten Liga beim 0:8 gegen den FC Kärnten. In der Bundesliga liegt Vergleichbares noch weiter zurück: Am 3. Juni 1997 gewann der FC Tirol 4:0.

LASK-Coach Helmut Kraft, der nach den Überraschungen gegen Rapid (1:0) und Salzburg (0:0) auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends gehofft hatte, wurde enttäuscht. "Sturm Graz war in allen Belangen besser, die stärkste Mannschaft gegen die wir bisher gespielt haben. Sie waren spielerisch, kämpferisch und läuferisch stärker und haben uns unsere Grenzen aufgezeigt", gab der Tiroler unumwunden zu.

"Jetzt müssen sich die Spieler wirklich bei den Ohren nehmen und sich selbst hinterfragen", forderte Kraft, der sich angesichts einer schwachen Defensivleistung an die ersten fünf Saisonspiele erinnert fühlte. Auch Neuverpflichtung Klodian Duro konnte daran nichts ändern. Der albanische Teamstürmer agierte im offensiven Mittelfeld zwar bemüht, aber glücklos.

Auf der Gegenseite beeindruckte hingegen Roman Kienast, der zum dritten Mal in der laufenden Saison zwei Treffer in einer Partie machte. Wenn der Wiener einnetzt, dann bisher ausschließlich im Doppelpack. Zumindest bis zum Mittwochabend übernahm er mit sechs Toren die Führung in der Schützenliste. "Auf alle Fälle ist das eine Motivation", sagte Österreichs EM-2008-Kicker und erhielt Lob von Foda: "Er hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert, arbeitet aber auch viel in der Defensive. Deshalb ist er ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft."

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