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Keine Tore zwischen Austria und Salzburg © APA (Fohringer)

Meister Salzburg hat in der Fußball-Bundesliga einen kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Im Schlager-Spiel der 8. Runde gegen

Meister Salzburg hat in der Fußball-Bundesliga einen kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Im Schlager-Spiel der 8. Runde gegen Vizemeister Austria entführte der Titelträger am Mittwochabend einen Punkt aus Wien. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie trennten sich die beiden Titelkandidaten mit einem gerechten 0:0.

Salzburg bleibt in der Tabelle nun 13 Zähler hinter Spitzenreiter Wacker weiter Achter, die Austria rutschte auf Rang fünf ab.

Bei beiden Teams dominierte vor 10.350 Zuschauern im Horr-Stadion der Sicherheitsgedanke. Salzburg präsentierte sich in Wien-Favoriten als nicht unbedingt verunsicherte Mannschaft, das dringend benötigte Erfolgserlebnis ließ aber weiter auf sich warten. In den jüngsten fünf Pflichtspielen hat die Mannschaft von Huub Stevens damit nur einen Treffer erzielt. Die Austria holte nach zwei Heimniederlagen vor eigener Kulisse zumindest wieder einen Zähler, ein Treffer gelang den Violetten aber zum dritten Mal in Serie nicht.

Die zuletzt im Cup blamablen Mozartstädter erwischten zunächst den besseren Start. Joaquin Boghossian, der im 4-1-4-1-System in der Spitze den Vorzug vor Roman Wallner erhalten hatte, setzte sich geschickt gegen Georg Margreitter durch und setzte den Ball nur knapp neben das Tor (17.). Die große Möglichkeit auf die Führung fand eine Minute vor dem Pausenpfiff dann Christoph Leitgeb vor. Der ÖFB-Teamkicker tankte sich energisch durch, scheiterte aber allein vor Robert Almer am Austria-Schlussmann.

Die Austria, die vor Spielbeginn Milenko Acimovic unter großem Applaus der Fans verabschiedet hatte, hatte dem wenig entgegenzusetzen. Die Violetten, die nach einer Viertelstunde den verletzten Markus Suttner (Verdacht auf Muskelfaserriss) vorgeben mussten, versuchten es zumeist aus der Distanz. Gefährlich vor das Tor der Gäste kam die Austria aus dem Spiel heraus kaum. Torjäger Roland Linz war bei seinen Gegenspielern abgemeldet, sein Sturmpartner Tomas Jun sichtlich nicht in Topform. Ein Kopfball von Margreitter nach einem Junuzovic-Freistoß (37.) blieb die einzige nennenswerte Chance in der ersten Spielhälfte.

Bei Salzburg blieb nach Seitenwechsel der nach einem Kopfballduell angeschlagene Franz Schiemer in der Kabine. Am Spielverlauf änderte sich unabhängig davon nur wenig. Immer deutlicher wurde klar, dass die beiden Titelkandidaten einander nicht ins offene Messer laufen wollten. In einer nun ausgeglichenen Partie entblößte keine Elf ihre Defensive und wartete auf Fehler des Gegners. Nach einem ebensolchen im Spielaufbau der Austria versuchte sich Christian Schwegler mit einem Fernschuss, Almer wehrte aber zur Ecke ab (62.).

Die Austria drückte in ihrem 80. Bundesliga-Match unter Trainer Karl Daxbacher erst in der letzten Viertelstunde auf das Tempo. Marko Stankovic nach einer Einzelaktion (75.), ein Kopfball von Peter Hlinka (78.) sowie zweimal Linz (80., 84.) ließen Möglichkeiten auf den Siegestreffer aber ungenutzt.

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