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Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen Rom © APA (epa)

Der zum Verkauf stehende italienische Fußball-Vizemeister AS Roma kommt nicht aus den Startlöchern. Nach dem 1:2 am

Der zum Verkauf stehende italienische Fußball-Vizemeister AS Roma kommt nicht aus den Startlöchern. Nach dem 1:2 am Mittwochabend in Brescia belegen die Römer aktuell einen Abstiegsplatz. Roma kocht vor Wut und plant aufgrund der Schiedsrichterleistung eine offizielle Beschwerde. "Das ist nicht Zorn, das ist viel mehr", tobte Sportdirektor Daniel Prade.

Die Hauptstädter fühlten sich um zwei Elfmeter betrogen. Zudem soll ein Elfmeter-Foul von Philippe Mexes, das zum 2:0 für die Hausherren führte, außerhalb des Strafraums passiert sein. "Wir werden mit Nachdruck fordern, dass die Schiedsrichter gesperrt werden. In 21 Jahren im Fußball habe ich so eine Episode noch nie erlebt", meinte Prade.

"Den Assistenten sollte man einweisen", schimpfte Ranieri. Ähnlich hart urteilten die Zeitungen. "Die Unparteiischen waren ein Desaster", meinte die "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

Für den zur Roma-Situation passenden Schlusspunkt sorgte Tormann Julio Sergio. Der Brasilianer verletzte sich bei einem Einsatz außerhalb des Strafraums, für den er die Gelbe Karte sah, am rechten Knöchel, musste jedoch weiterspielen, da Trainer Claudio Ranieri bereits dreimal ausgetauscht hatte. Sergio tat dies vor Schmerzen weinend.

Wie üblich soll Ranieris Stuhl bei Roma bereits kräftig wackeln, erster Nachfolgekandidat soll Italiens Ex-Teamchef Marcello Lippi sein. Ranieri vermutet sogar eine Intrige des Weltmeister-Trainers von 2006 gegen ihn: "Irgendetwas spielt sich hier ab." Sportdirektor Prade versuchte jedoch die brodelnde Gerüchteküche zu beruhigen: "Wir haben Vertrauen in Ranieri."

Dessen Team muss sich nun bereits am Samstag ausgerechnet im Heimspiel gegen Meister und Tabellenführer Inter Mailand beweisen. Roma hofft, dass die angeschlagenen Francesco Totti und Daniele De Rossi, beide haben in Brescia gefehlt, rechtzeitig fit werden. György Garics ist mit Bologna auf Sizilien in Catania zu Gast.

Eigentlich hatte die italienische Spieler-Union für das Wochenende einen Streik aufgrund Streitereien über einen Kollektivvertrag ausgerufen, dieser wurde jedoch am Dienstag abgesagt.

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