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Richtungsweisende Partien der Nachzügler © APA (Archiv/Oczeret)

Der SV Mattersburg und der LASK treffen zum Abschluss des ersten Saisonviertels am Samstag im direkten Duell gegen die Rote

Der SV Mattersburg und der LASK treffen zum Abschluss des ersten Saisonviertels am Samstag im direkten Duell gegen die Rote Laterne aufeinander. In den anstehenden beiden Vergleichen der beiden Bundesliga-Nachzügler genießen die Burgenländer zunächst Heimvorteil, ehe eine Woche später das Rückspiel in Linz wartet. Für beide Teams könnten die beiden Spiele richtungsweisenden Charakter besitzen.

"Die nächsten Spiele sind enorm wichtig, weil wir unseren Punktestand erhöhen müssen. Wenn der Gegner LASK heißt wäre ein Sieg auch gut für die Psyche", meinte Mattersburgs Trainer Franz Lederer. Auch die Athletiker wollen das Pappelstadion nicht mit leeren Händen - und dem damit verbundenen Rückfall auf den letzten Tabellenrang - verlassen. Zumindest ein Punkt soll aus dem Burgenland entführt werden, um dann eine Woche später auf der Gugl zuzuschlagen.

"Von der Ausgangslage her ist es so, dass wir nicht verlieren sollten. Ein Unentschieden ist für uns fast wie ein Sieg", erklärte Trainer Helmut Kraft. Präsident Peter Michael Reichel hatte nach dem miserablen Saisonstart mit nur vier Zählern aus den ersten acht Runden vor den beiden Partien gegen das Schlusslicht vier Punkte eingefordert. Diese Vorgabe sei gemäß Kraft "klar und auch realistisch".

Klatschen setzte es zuletzt für beide Teams. Während die Linzer zu Hause in ein 0:4-Debakel gegen Sturm Graz rannten, ging Mattersburg gegen Wr. Neustadt 0:3 unter. Vorbei scheinen die Zeiten, als der SVM als Heimmacht galt. Bei bisher vier Saisonspielen kassierte Mattersburg gleich drei Niederlagen. Den einzigen Erfolg gab es sensationell gegen den strauchelnden Meister Salzburg. Zu wenig, wie auch Lederer zugibt.

"Es gibt eine alte Regel: Zu Hause gewinnen und auswärts versuchen, Punkte zu erobern", beschrieb der dienstälteste Liga-Coach das von seiner Elf noch nicht verinnerlichte Erfolgsrezept zum Klassenerhalt. Dass es bis dato im Pappelstadion noch nicht geklappt hat, liege daran, dass der Spielverlauf nicht immer aufseiten seiner Mannschaft gelegen sei. "Wir müssen mehr tun und mehr an uns glauben. Es muss mit einer gewissen Verbissenheit gelingen", sagte Lederer, der auf den nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Wr. Neustadt gesperrten Ilco Naumoski verzichten muss.

Sorgen bereitet der Saisonverlauf natürlich auch seinem Gegenüber. Kraft hadert bei seiner Mannschaft vor allem mit der spielerischen Leistung. Bezeichnend ist, dass der LASK in vier Auswärtspartien bisher kein Tor erzielt hat. Chancen sind bei den Linzern einfach Mangelware. "Es ist schwer, Tore zu schießen, wenn man so wenige Möglichkeiten hat. In der Offensive haben wir einfach zu wenig Durchsetzungsvermögen", erklärte Kraft. Verzichten muss der Tiroler auf den verletzten Innenverteidiger Pablo Chinchilla-Vega (Zerrung). Wieder mit dabei ist nach überstandener Bronchitis Routinier Christian Mayrleb.

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