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Rekordmeister steht gegen Kapfenberg unter Druck © APA (Archiv/Hochmuth)

Fußball-Rekordmeister Rapid hat in der Bundesliga nach drei Niederlagen in Folge einiges gutzumachen. In den beiden anstehenden

Fußball-Rekordmeister Rapid hat in der Bundesliga nach drei Niederlagen in Folge einiges gutzumachen. In den beiden anstehenden Partien gegen den Kapfenberger SV sollen sechs Punkte her, um zumindest wieder einigermaßen in die Spur zu kommen. "Ein Sieg ist absolut Pflicht", gab Rapid-Coach Peter Pacult die Marschroute vor dem Duell am Samstag (16.00 Uhr) im Hanappi-Stadion vor.

Die Steirer erleben derzeit ebenfalls ein Tief, haben genauso dreimal in Folge keinen Punkt geholt und sind gar viermal sieglos geblieben. Laut der Statistik kommen die Steirer für die Hütteldorfer gerade recht. In "St. Hanappi" haben die Wiener alle vier bisherigen direkten Duelle gewonnen, zudem sind sie auch insgesamt in der Bundesliga-Geschichte noch ungeschlagen (7/1/0). Pacult sah die Sache allerdings nicht so: "Es gibt in der Bundesliga keinen Gegner mehr, der für einen recht kommt. Die Kapfenberger werden motiviert herkommen", warnte der Rapid-Trainer vor der Mannschaft von Coach Werner Gregoritsch.

Die Hütteldorfer verloren zuletzt gegen den LASK (0:1), die Austria (0:1) und Ried (1:3) und liegen deshalb nach acht Runden mit nur neun Punkten auf Rang sechs. "Wir alle sind mit der Situation nicht glücklich. Der ganze Schwung ist nach dem Europa-League-Aufstieg sehr abgebrochen", war sich Pacult bewusst. Innerhalb der Mannschaft gebe es allerdings trotzdem keine große Unruhe. "Wir haben uns dreimal selbst geschlagen, hatten genug Chancen alle drei Spiele zu gewinnen", erklärte der Rapid-Coach.

Augenscheinlich ist derzeit die Abschlussschwäche der Hütteldorfer, die in acht Spielen nur achtmal getroffen haben. "Wir hatten in den Partien Ballbesitz, haben uns Chancen herausgespielt, aber es fehlt momentan auch das Quäntchen Glück", meinte Pacult. In der vergangenen Saison seien solche Partien durch diverse Umstände gewonnen worden. "Heuer ist das nicht so", betonte der Wiener.

Umso wichtiger sind die drei Punkte am Samstag. "Wir müssen jetzt gewinnen und dann schauen, dass wir im zweiten Durchgang mehr Punkte machen", forderte der Coach von seiner Truppe, die in der Meisterschaft zuletzt am 22. August gegen Mattersburg (2:0) gewonnen hat. Drei Niederlagen in Folge hatte es zuletzt in der Saison 2005/06 unter Coach Georg Zellhofer gegeben.

"Wir sind momentan in einer schwierigen Situation, aber die schweißt zusammen. Wenn wir da rauskommen, werden wir noch stärker als zuvor sein", sagte Mittelfeldspieler Stefan Kulovits.

Markus Heikkinen, Christopher Drazan und Hannes Eder fehlen weiterhin, im Tor wird trotz seines Patzers im Ried-Spiel Raimund Hedl stehen. "Es gibt keine Tormanndiskussion", stellte Pacult, vor der Generalprobe für das zweite Europa-League-Gruppenspiel am Donnerstag im Ernst-Happel-Stadion gegen Besiktas Istanbul klar.

Genauso wie die Wiener, die heuer schon gegen Wiener Neustadt (1:2) und die Austria (0:1) vor eigenem Publikum verloren haben, wollen auch die Steirer ihre Negativserie beenden. "Wir haben zuletzt dumme Fehler gemacht, wenn wir die abstellen, haben wir auch in Wien Möglichkeiten. Wir wollen uns gut verkaufen", sagte Gregoritsch.

Der KSV-Coach war sich aber der schwierigen Ausgangslage klarerweise bewusst. "Wir sind ihr Lieblingsgegner und klarer Außenseiter", betonte Gregoritsch. Vor allem da die Steirer auch Verletzungsprobleme plagen. Fukal, Pavlov, Rauscher und der gesperrte Taboga fallen fix aus, zudem ist der Einsatz von Alar, der einen Schlag auf den Knöchel bekommen hat, fraglich. "Jeder würde bei Rapid - Kapfenberg vor allem auch aufgrund der Bilanz im direkten Duell nicht auf uns setzen. Das ist unsere Chance", meinte der KSV-Trainer.

Beim bisher letzten Aufeinandertreffen im Hanappi-Stadion war der KSV nahe dran an einem Punktgewinn, am 30. April mussten sich die Falken in der 33. Runde erst nach zwei Last-Minute-Toren von Boskovic (92.) und Hofmann (95.) knapp mit 3:5 geschlagen geben. "Da haben wir eine unserer besten Leistungen abgeliefert", erinnerte sich Gregoritsch. Die Steirer haben ein hartes Programm vor sich, nach dem "Retourspiel" gegen Rapid am 3. Oktober geht es gegen Salzburg und Sturm Graz.

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