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Spitzenspiel in Graz © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Sturm Graz empfängt zum Abschluss des ersten Meisterschaftsviertels die Austria zum Top-Spiel der 9. Bundesliga-Runde. Die

Sturm Graz empfängt zum Abschluss des ersten Meisterschaftsviertels die Austria zum Top-Spiel der 9. Bundesliga-Runde. Die Steirer legten von Österreichs "Großen Vier" den besten Saisonstart hin und könnten gegen die Violetten einen Titelkonkurrenten in die Schranken weisen. Die Austria kämpft um den Anschluss an die Tabellenspitze - und gegen ihre Offensivschwäche.

Sturm befindet sich als Österreichs einziger Europacup-Starter nicht nur aufgrund drei Liga-Siegen in Folge im Hoch. Mit 16 Zählern aus sieben Spielen holten die "Blackies" so viele Punkte wie noch nie zu diesem Zeitpunkt. Eine Zwischenbilanz, die sogar Franco Foda - per se nicht unbedingt ein Mann euphorischer Worte - etwas frohlocken ließ. "Wir sind froh darüber. Man konnte nicht erwarten, dass wir zu diesem Zeitpunkt so viele Punkte auf dem Konto haben", meinte der Deutsche.

Mit der Austria wartet in den kommenden beiden Runden nun ein vermeintlich direkter Konkurrent um die europäischen Startplätze. Die Wiener sind vier Zähler hinter Sturm als Tabellenfünfter auf Punkte angewiesen. Von richtungsweisenden Partien wollte Foda trotzdem nicht sprechen. "Erst nach 20 Spieltagen kann man eine Tendenz erkennen, in die sich die Mannschaften bewegen. Aber es werden sicher interessante Spiele. Für beide Mannschaften geht es um etwas."

Während Sturm nach sieben Runden bei 17 Toren hält, plagen die Violetten seit Wochen Sorgen in der Offensive. Nur acht Erfolgserlebnisse stehen nach acht Spielen zu Buche, gleich fünfmal zeichnete sich dabei Roland Linz verantwortlich. "Leider schießen wir im Angriff sehr wenig Tore. So muss man auf alle Fälle zu null spielen, um zu gewinnen", analysierte Coach Karl Daxbacher die unbefriedigende Situation.

Vor allem die Stürmer lassen bis auf Kapitän Linz Form vermissen. Tomas Jun plagt sich seit Monaten mit Kniebeschwerden über den Platz, der Brasilianer Schumacher drängte sich auch zuletzt auch im Cup nicht auf. Als vierter Mann bleibt noch U19-Teamstürmer Andreas Tiffner. "Wir haben kaum Alternativen im Angriff", meinte Daxbacher, der im Sommer auf einen zusätzlichen Stürmer im Kader verzichtet hatte: "Da haben wir dem Club geholfen, zu sparen."

Foda lässt sich von den Sorgen des Kontrahenten indes nicht beirren. "Am Ende des Spieles gegen Salzburg haben sie sehr gut nach vorne gespielt. Die Austria hat diese Qualität", erklärte der Sturm-Trainer, der mit seiner Offensivreihe zufrieden sein kann. Roman Kienast glänzte bisher als dreifacher Doppeltorschütze, Imre Szabics als Vorbereiter und dreifacher Torschütze. Bleibt noch Routinier Mario Haas, der am Sonntag seinen 400. Bundesliga-Einsatz für Sturm verbuchen könnte.

Für Sturm ist die Austria nicht unbedingt ein Wunschgegner. In der vergangenen Saison setzte sich der Vizemeister dreimal 1:0 durch, die vierte Partie endete mit einem 2:2 in Graz. In der steirischen Landeshauptstadt sind die Heimischen bereits seit 19. August 2006 (1:0) sieglos, die auch in dieser Saison in der Ferne noch ungeschlagene Austria holte seither auswärts in sieben Liga-Partien drei Siege und vier Remis.

Verzichten muss Sturm auf Verteidiger Ferdinand Feldhofer (Zerrung) sowie die weiter verletzten Sandro Foda und Klaus Salmutter. Bei den Gästen fällt Markus Suttner (Muskelfaserriss) aus, auch Torhüter Heinz Lindner ist nach einer Muskelverletzung noch nicht fit.

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