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Der Schweizer besuchte seinen Ausrüster © APA (Neumayr)

"Atomic Racing" hat am Freitag seine alpinen Topstars zum "Media Day" nach Altenmarkt geladen, und neben Österreichs Elite rund

"Atomic Racing" hat am Freitag seine alpinen Topstars zum "Media Day" nach Altenmarkt geladen, und neben Österreichs Elite rund um Benjamin Raich, Michael Walchhofer, Marlies Schild, Kathrin Zettel und Marcel Hirscher waren auch die Schweizer Stars dem Aufruf gefolgt. Allen voran Gesamtweltcupsieger Carlo Janka und Daniel Albrecht, der auf der Anreise Zwischenstation in Kitzbühel machte

Erstmals nach seinem Sturz am 22. Jänner 2009 betrat er wieder die Streif. "Ich habe mir die Piste ein bisschen angeschaut. Ich bin ganz ruhiggeblieben, es waren keine schlechten Gefühle da, keine Angst, als ich auf die Piste geschaut habe", erzählte Albrecht mit glänzenden Augen. "Eigentlich ist es ja grün, aber man sieht die Piste weiß und mit Schnee und wo das Tor steht und wie man fahren sollte und so weiter. Das ist doch, denke ich einmal, ein gutes Zeichen." Nervenflattern habe er davor nicht gehabt. "Nein, es war ziemlich cool."

Er könne sich an den Tag vor dem Unfall erinnern, aber vom Tag, an dem der Unfall war, wisse er nach wie vor nichts mehr. Albrecht war bereits im vergangenen Jänner im Rahmen der Hahnenkammrennen nach Kitzbühel gekommen und hatte eine Pressekonferenz gegeben, zur Streif fuhr er allerdings nicht. Diesen Schritt setzte er nun. Wann er sein Weltcup-Comeback geben wird, weiß er hingegen selbst noch nicht. "Ich werde wieder dabei sein, ich weiß, dass ich wieder fahren werde, aber ich weiß nicht genau, wann es so weit sein wird", sagte er.

Es brauche noch zwei große Schritte, aber er wisse, was zu tun sei. "Der Nachwuchsathlet, der ein gewisses Talent hat, muss schauen, dass er das Talent auf die Beine kriegt", sagt er über sich. "Körperlich wäre ich jetzt zurück - aber das Hirn, das kann bis zu fünf Jahre dauern. Und da ist es doch noch nicht so lange her." Der heute 27-Jährige war im Abfahrtstraining 2009 bei 140 km/h am Zielsprung gestürzt und auf der pickelharten Piste wuchtig aufgeprallt. Er hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, Gehirnblutungen und eine Lungenquetschung. Fast drei Wochen lag der Walliser im künstlichem Tiefschlaf.

Atomic präsentierte am Freitag auch eine Neuheit, nun werden auch Protektoren und Helme produziert. Und im kommenden Winter werden mehrere ÖSV- Athleten auch auf dem Kopf mit Material dieses Herstellers unterwegs sein. Raich mit einem blauen Helm, Hirscher mit einem gelben sowie Mario Scheiber, Joachim Puchner und Philipp Schörghofer jeweils klassisch in der Markenfarbe Rot.

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