vergrößernverkleinern
Coach soll Doping-Kontrolel behindert haben © APA (epa)

Der Internationale Sportsgerichtshof (CAS) hat eine sechsmonatige Sperre gegen den früheren portugiesischen Fußball-Teamchef

Der Internationale Sportsgerichtshof (CAS) hat eine sechsmonatige Sperre gegen den früheren portugiesischen Fußball-Teamchef Carlos Queiroz vorläufig aufgehoben. Der CAS teilte am Freitag in Lausanne mit, dass man einem entsprechenden Antrag von Queiroz zugestimmt habe. Der 57-jährige Coach darf somit bis zum Urteil im Berufungsverfahren vor dem CAS wieder arbeiten.

Der Prozess werde wohl nicht vor Mitte November beginnen, hieß es. Queiroz war am 30. August von der portugiesischen Anti-Doping-Agentur (ADoP) für sechs Monate gesperrt worden, weil er im Trainingslager vor der WM in Südafrika als Nationaltrainer der "Seleccao" eine Doping-Kontrolle behindert haben soll. Dabei soll er die ADoP-Kontrolleure zudem wüst beschimpft haben. Wenige Tage nach der Sperre wurde er vom FPF-Verband fristlos entlassen.

Ungeachtet der Aufhebung der Sperre will Queiroz vorerst keinen neuen Job übernehmen. "Das (der CAS-Beschluss, Anm.) war ein weiteres Tor in meiner Verteidigung. Aber es gibt keinen Sieger, es gibt nur Verlierer, das sind ich und die (portugiesische) Nationalelf", betonte Queiroz, der mit den "Lusos" bei der WM in Südafrika im Achtelfinale am späteren Weltmeister Spanien (0:1) gescheitert war. Seine defensive Taktik wurde damals zu Hause heftig kritisiert.

Der in Mosambik geborene Trainer will nun alle Energien dazu verwenden, seine Unschuld zu beweisen und "diejenigen zu entlarven, die dem portugiesischen Fußball Schaden zufügen wollen". "Ich bin das meiner Familie und meinen Freunden schuldig", sagte Queiroz. Berichte, wonach er der Nationalelf der Ukraine seine Dienste angeboten habe, ließ Queiroz jüngst dementieren.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel