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Haas für Trainer Foda ein "Leithammel" © APA (Neubauer)

Für die Fans von Sturm Graz ist er eine Ikone. 139 Treffer hat Mario Haas für die "Blackies" erzielt, so viel wie kein anderer

Für die Fans von Sturm Graz ist er eine Ikone. 139 Treffer hat Mario Haas für die "Blackies" erzielt, so viel wie kein anderer zuvor, in der ewigen Bundesligatorschützenliste liegt er damit auf Rang sechs. In seiner 16. Saison im Dress der Grazer hat sich der 36-Jährige zwar vom Serien-Schützen zum Joker gewandelt, an Motivation mangelt es dem 42-fachen ÖFB-Teamstürmer aber dennoch nicht.

Das nächste Ziel: Die Marke von 400 Bundesligaspielen, die schon am Sonntag im Heimduell mit der Wiener Austria (16.00 Uhr) fallen könnte. "Das wird ziemlich gepusht, ich nehme das schon ernst", sagte Haas, der in der laufenden Saison in der Liga bei einem Treffer hält und im Cup zuletzt mit einem Jokertor den Aufstieg rettete. In der Startelf stand Haas bei seinen vier Liga-Einsätzen 2010/11 noch nie, und so könnte es auch am Sonntag kommen wie bei seinem Debüt am 8. Mai 1993, als Haas beim Grazer Derby in der 63. Minute erstmals das Bundesliga-Terrain betrat.

"Ohne die Auslandsengagements (Straßburg/Sommer 1999 bis Jänner 2001 und JEF United, Japan/Februar 2005 bis Jänner 2007, Anm.) hätte ich ja noch mehr Partien", meinte Haas, der dann vielleicht sogar Sturm-Rekordhalter Günther Neukirchner (426 Spiele) schon längst überholt hätte. Anton Pichler, der zwischen 1974 und 1986 für den Verein kickte, ist aber in absoluter Reichweite - er absolvierte 410 Spiele.

Als Haas nach dem Cupsieg im Mai 2010 das Karriereende verschob und um ein Jahr verlängerte, da sah er sich durchaus auch noch auf Rekordjagd. "Ich wollte noch einige Tore schießen und die 400er-Marke knacken", sagte Haas, der mit der Jokerrolle gut leben kann. "Ich habe mich damit abgefunden, irgendwann ist es einfach Zeit, sich in die zweite Reihe zu stellen." Was aber keinen automatischen Verzicht auf einen Platz in der Startaufstellung bedeuten soll. "Ich bin auch von Anfang bereit." Trainer Franco Foda, der einst selbst mit Haas kickte, sieht das ebenso. "Er kann nicht nur als Joker eingesetzt werden", betonte der Deutsche, bei dem freilich Roman Kienast und Imre Szabics im Sturm erste Wahl sind.

Die eigentliche Qualität des Mannes, der einst gemeinsam mit Ivica Vastic und Hannes Reinmayr das "Magische Dreieck" bildete und mit seiner Schnelligkeit noch immer jüngere Gegenspieler alt aussehen lässt, hat sich aber mehr vom Spielerischen aufs Soziale verlagert. Das ist auch Foda bewusst: "Er ist bei uns absolut der Leithammel."

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