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Mainz "rockt" weiter die deutsche Bundesliga © APA (epa)

Mainz 05 hat sich in der 6. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga auch vom FC Bayern München nicht stoppen lassen. Die Truppe

Mainz 05 hat sich in der 6. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga auch vom FC Bayern München nicht stoppen lassen. Die Truppe von Coach Thomas Tuchel gewann mit ÖFB-Teamaußenverteidiger Christian Fuchs auch ihr sechstes Saisonspiel, setzte sich gegen den Rekordmeister in der ausverkauften Allianz-Arena mit 2:1 durch. "Sportlich gesehen ist es wohl die Zeit meines Lebens", meinte Fuchs danach.

Der Ex-Mattersburger ist einer der Gründe für den Höhenflug der Mainzer, seit seiner späten Verpflichtung im Sommer ist Fuchs von der linken Abwehrseite des Tabellenführers nicht mehr wegzudenken. "Es ist großartig, was du auf der linken Seite leistest. Kämpferisch, läuferisch und taktisch", sprach Tuchel dem 24-Jährigen nach seiner neuerlich starken Leistung in München ein Sonderlob aus.

Sami Allagui (15.) brachte die kampfstarken und selbstbewusst auftretenden Gäste vor den Augen von ÖFB-Co-Trainer Heinz Peischl überraschend in Front, den Bayern gelang aufgrund eines Eigentores von Bo Svensson (45.) noch vor der Pause der Ausgleich. Obwohl die Münchner nach der Pause den Ton angaben, schafften die Mainzer durch Adam Szalai (77.) den 2:1-Siegestreffer. "Ich glaube, unsere Taktik war ein Schock für die Bayern. Sie konnten ihr selbstsicheres Spiel nicht aufziehen, wir haben von Beginn an aggressiv agiert, als wäre es für uns ein Heimspiel", nannte Fuchs das Erfolgsrezept seiner Mannschaft.

Zudem habe man sich auch von der Drangperiode der Münchner in der Schlussphase nicht irritieren lassen. "Gegen Ende des Spiels wurden die Bayern gefährlich. Wir haben dennoch versucht, Ruhe zu bewahren und die Bälle kontrolliert herauszuspielen", sagte Fuchs.

Den prestigeträchtigen Erfolg wird der ÖFB-Kicker jedenfalls noch lange in Erinnerung behalten. "Das Stadion, die Kulisse, der Gegner - das war richtig sensationell", betonte Fuchs. Mit seiner eigenen Leistung war der Ex-Bochum-Kicker zufrieden. "Vor allem Thomas Müller konnte ich durch frühes Attackieren in Schach halten", sagte Fuchs. Trotz des makellosen Saisonstarts bleiben die Mainzer aber bescheiden. "Wir heben nicht ab. Das Wort 'Meisterprämie' existiert in unserem Wortschatz nicht", betonte Fuchs, der den Erfolg natürlich genießt.

Für Andreas Ivanschitz läuft es bei Mainz hingegen nicht so optimal. Im Gegensatz zum 2:0-Sieg gegen den 1. FC Köln, wo der ehemalige ÖFB-Teamkapitän am Dienstag zu seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an gekommen war, musste er diesmal wieder mit der Ersatzbank vorlieb nehmen.

Nach sechs Runden haben die Mainzer drei Punkte Vorsprung auf die ebenfalls stark gestartete Borussia aus Dortmund. "Es ist sehr außergewöhnlich, nach einer Serie von fünf Siegen auch den sechsten einzufahren. Mir fehlen ein wenig die Worte", meinte Erfolgscoach Tuchel.

Den achtplatzierten Bayern fehlen nun bereits zehn Punkte auf den Tabellenführer. "Zu viele Spieler waren unter ihrer Normalform", betrieb Bayern-Coach Louis van Gaal Ursachenforschung. "Leidenschaft, Laufbereitschaft, Aggressivität - das haben wir alles vermissen lassen", fügte Bayerns Clubchef Karl-Heinz Rummenigge an seinem 55. Geburtstag hinzu.

Der nächste Herausforderer der Mainzer, die von Tuchel nach der Sensation zwei freie Tage bekamen, ist am Samstag vor eigenem Publikum 1899 Hoffenheim (mit Andreas Ibertsberger auf der Bank). "Über den siebenten Sieg mache ich mir keine Gedanken. Aber wenn man so spielt wie wir, ist alles möglich", sagte Goldtorschütze Szalai.

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