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Jan Vennegoor of Hesselink beim Treffer zum 3:2 © APA (Neubauer)

Rapids Jan Vennegoor of Hesselink hat wieder sportlich auf sich aufmerksam gemacht. Der Niederländer traf beim 3:2-Erfolg der

Rapids Jan Vennegoor of Hesselink hat wieder sportlich auf sich aufmerksam gemacht. Der Niederländer traf beim 3:2-Erfolg der Hütteldorfer gegen Kapfenberg in der 93. Minute zum Siegestor. Rapid feierte dank des Last-Minute-Treffers den ersten Sieg nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie und tankte Selbstvertrauen für den Europa-League-Heimauftritt gegen Besiktas Istanbul am Donnerstag.

"Heute haben nur drei Punkte gezählt", war Trainer Peter Pacult ob des Arbeitssieges erleichtert. Kapfenberg hatte es dem nun sechstplatzierten Fußball-Rekordmeister nicht leicht gemacht. Markus Felfernig (10.) und David Sencar (48.) hatten die "Falken" im Hanappi-Stadion zweimal in Führung gebracht. Hamdi Salihi überwand mit einem Doppelpack (19., 61.) aber seine Ladehemmung, ehe der erneut nicht überzeugende Vennegoor im Finish noch einmal richtig stand.

Dabei hätte der zum zweiten Mal in vier Tagen erfolgreiche Neuzugang für viele Fans zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr auf dem Platz stehen sollen. Der 31-Jährige setzte sich kaum in Szene und wirkte bei der Verteidigung der Kapfenberger gut aufgehoben. Sekunden vor Abpfiff rechtfertigte er aber das Vertrauen seines Trainers. "Mit ihm muss man Geduld haben. Deswegen habe ich nicht das getan, was viele gern gesehen hätten - ihn auszutauschen", stärkte Pacult seinem Stürmer den Rücken.

Zum juristischen Nachspiel des Ried-Spiels - die Innviertler schalteten nach einem folgenschweren Foul an Stefan Lexa die Staatsanwaltschaft ein - wollte sich Vennegoor nicht äußern. Sportdirektor Alfred Hörtnagl sah einem möglichen Verfahren hingegen gelassen entgegen. "Da wird sicher nichts passieren. Ich schätze (Ried-Manager, Anm.) Reiter sehr, aber in dieser Sache hat er sich lächerlich gemacht."

Gesprächsstoff lieferte bei Rapids Auftritt auch Raimund Hedl. Der Routinier leistete sich beim ersten Gegentreffer von Sencar erneut einen Patzer und heizte damit die Torhüterdiskussion wieder an. Pacult wollte davon aber nichts wissen. "Das erste Tor in Ried war ein klarer Tormannfehler, aber das heutige kreide ich ihm nicht an. Außerdem hat in den letzten Jahren auch der andere Tormann (Helge Payer, Anm.) einige Tore bekommen, über die man diskutieren kann", meinte der Wiener. Jungvater Payer verfolgte die Partie indes stoisch von der Tribüne aus.

Kapfenberg haderte nach dem laut Trainer Werner Gregoritsch besten Auswärtsspiel in seiner Ära erneut mit dem Glück. Bereits beim 5:3 im Frühjahr hatte Rapid die Steirer erst in der Nachspielzeit bezwungen. Am Samstag wiederholte sich dieses Szenario. "Mir persönlich tut die Niederlage nicht weh, aber sie tut mir für die Mannschaft weh, weil sie viel von einem Erfolg mitgenommen hätte. Wir haben heute etwas Besonderes geleistet, leider hat das Ergebnis nicht gepasst", meinte Gregoritsch.

Für die seit nun fünf Runden sieglosen Obersteirer war es bereits die achte Niederlage im neunten Spiel gegen Rapid seit dem Wiederaufstieg. Die Chance auf den nächsten Versuch ergibt sich für den Tabellenachten aber schon kommendes Wochenende. Gregoritsch versprach jedenfalls eines: "Am Sonntag in einer Woche wird es sicher, sicher sehr schwer werden für Rapid."

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