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Walter Kogler: Mannschaft war müde © APA (Parigger)

Die Siegesserie des Sensationsaufsteigers Wacker Innsbruck ist am Samstag gestoppt worden: Gegen Wiener Neustadt kamen die auch

Die Siegesserie des Sensationsaufsteigers Wacker Innsbruck ist am Samstag gestoppt worden: Gegen Wiener Neustadt kamen die auch nach dem achten Spiel weiter ungeschlagenen Tiroler vor fast 12.000 Zuschauer über ein 0:0 nicht hinaus, dem zweiten Unentschieden nach dem 2:2 gegen Sturm Graz. Es war aber ein Remis, mit dem beide Mannschaften sehr gut leben konnten.

Sowohl Innsbrucks Trainer Walter Kogler, als auch Magna-Coach Peter Schöttel sprachen von einem gerechten Resultat. "Wir dürfen nicht so vermessen sein, in jeder Partie als Sieger vom Platz zu gehen", sagte Kogler, der auch einige Gründe nannte, warum die Tiroler Torfabrik gegen Wiener Neustadt erstmals in dieser Saison Ladehemmung hatte. Die Mannschaft sei etwas zu müde gewesen, nachdem sie nach dem Kapfenberg-Spiel am Mittwoch erst um 5 Uhr in der Früh nach Innsbruck zurückgekehrt war. In Summe bedeutete dies nach fünf Siegen in Folge wieder ein Remis. Die Spitzenposition wird Wacker aber auch nach der 9. Runde der Fußball-Bundesliga innehaben.

"Wir haben gegen einen sehr starken Gegner zu langsam reagiert", analysierte Kogler, der sich aber mit den letzten dreißig Minuten zufrieden zeigte. "Jetzt wollen wir es im Retourspiel am kommenden Samstag besser machen." Ein Vorhaben, das auch Wiener Neustadts Trainer Schöttel ins Auge gefasst hat.

"Ehrlich gesagt, wir haben spekuliert, die erste Mannschaft zu sein, die Wacker eine Niederlage beifügen wird", bekannte Schöttel, der mit seinem Team zum dritten Mal in Serie ohne Gegentor blieb. "Siegen wir halt nicht vor so einer tollen Kulisse", zeigte sich der ehemalige Teamverteidiger als bekennender Innsbruck-Fan. "Für mich ist Innsbruck die tollste Location im österreichischen Fußball, die ich schon als Spieler geliebt habe. Eine tolle Kulisse mit fantastischen Fans."

Schließlich sei das torlose Unentschieden am Tivoli gerecht gewesen. Immerhin trafen die Tiroler zweimal nur Aluminium. "Da sind sich zwei ähnliche Mannschaften gegenübergestanden. Zwei Teams, die gut organisiert sind und versuchen Fußball zu spielen." Mit ein Grund, dass Wiener Neustadt am Sieg vorbeischrammte, sei laut Schöttel eventuell auch der frühe Ausfall von Kapitän Hannes Aigner, dessen Rückenprobleme akut geworden waren, gewesen. "Als gebürtiger Tiroler wollte Aigner halt unbedingt spielen. Mich hat es sowieso gewundert, wenn man sieht, was er in den letzten Runden einstecken musste."

Während der Liga-Primus Wacker mit Toren geizte, gab es im Nachzügler-Duell einen Tag der offenen Tür. Dreimal ging der LASK im Auswärtsspiel gegen Schlusslicht Mattersburg in Führung, dreimal gelang den Burgenländern noch der Ausgleich. Den Treffer zum 3:3-Endstand besorgte Robert Waltner (93.) praktisch mit dem Schlusspfiff, nachdem Daniel Kogler die Linzer in der 90. Minute zum vermeintlichen Sieg geschossen hatte.

"Wenn man in der 90. Minute das 3:2 schießt, geht man natürlich davon aus, dass man das Spiel auch gewinnt. Bitter, statt vier Punkten beträgt der Vorsprung auf Mattersburg nun weiterhin nur einen Zähler", meinte LASK-Trainer Helmut Kraft. Für den Tiroler, der sich vor der Partie mit einem Remis noch zufrieden gezeigt hätte, war es auch nur ein leichter Trost, dass seiner Elf erstmals in dieser Saison Auswärtstore gelungen waren.

Um die von Präsident Peter Michael Reichel geforderten vier Zähler in den beiden Abstiegsduellen mit Mattersburg zu machen, sei die Marschrichtung für die Retourpartie in Linz nun eindeutig. "Jetzt müssen wir das Heimspiel gewinnen, um uns von den Burgenländern ein wenig abzusetzen", erklärte Kraft. Sein Gegenüber Franz Lederer ortete aber ebenfalls einen Aufwärtstrend: "Mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden, das stimmt zuversichtlich. Das Team hat sich gefunden und weiß, was notwendig ist."

Die Verbissenheit des Duells bei strömendem Regen untermauerte auch die Foul-Statistik: 26 zu 25 Vergehen "für" den LASK sind bisheriger Saisonrekord.

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