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Inter-Star Wesley Sneijder am Boden © APA (epa)

Inter Mailand hat in der italienischen Serie A die erste Niederlage einstecken müssen. Der Titelverteidiger verlor bei der AS

Die Römer feierten nach einem desaströsen Fehlstart ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den Meister ihr Comeback. "Inter geht zu Boden und Rom beweist Stolz", titelte die "Gazzetta dello Sport". Dem eingewechselten Mirko Vucinic gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit das goldene Tor für die kämpferisch starken, aber spielerisch wieder nicht überzeugenden Römer. Dennoch hält der Torschütze den Erfolg über den klaren Favoriten aus Mailand für die so lange ersehnte Initialzündung: "Das war die Wende", frohlockte Vucinic nach seinem wichtigen Treffer.

Ganz unbeschwert genießen konnten die Römer ihren Erfolg jedoch nicht. Das Verhältnis von Kapitän Francesco Totti zu Trainer Claudio Ranieri wird immer angespannter. Als der Coach Roms schwachen Superstar 15 Minuten vor dem Ende der Partie für Vucinic auswechselte, marschierte der 34-Jährige wütend in die Kabine. Ohne sich von Trainer und Team zu verabschieden, verließ Totti das Olympiastadion.

Ranieri versuchte den Affront herunterzuspielen: "Francesco hat gekämpft wie ein Löwe", lobte er seinen Kapitän und zeigte Verständnis für ihn. "Natürlich ist er enttäuscht. Er will immer alles geben." Auch bei Inter herrschte dicke Luft. Trainer Rafael Benitez haderte nach der ersten Pleite der Saison vor allem mit der Chancenauswertung seines Star-Ensembles: "Wir haben 15 Torschüsse abgegeben, aber keinen Treffer erzielte", bemängelte der Spanier.

Größter Nutznießer der Inter-Pleite war neben den Römern der AC Milan. Neuzugang Zlatan Ibrahimovic schoss die "Rossoneri" gegen Genoa in der 49. Minute zum Sieg, der die Truppe von Club-Chef Silvio Berlusconi offenbar beflügelte. "Wenn wir unseren Job machen, werden wir Meister", kündigte der schwedische Teamstürmer an. Auch Trainer Massimiliano Allegri zeigte sich voller Selbstbewusstsein: "Jetzt sind wir Inters schärfster Titelkonkurrent."

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