vergrößernverkleinern
Özil und Konsorten wollen zurück auf Siegerstraße © APA (epa)

Bayern München und Real Madrid kämpfen vor der zweiten Runde der Champions-League mit einer Torflaute, die Londoner Clubs

Bayern München und Real Madrid kämpfen vor der zweiten Runde der Champions-League mit einer Torflaute, die Londoner Clubs Arsenal und Chelsea mit Personalsorgen. Dennoch wollen die Top-Clubs am Dienstag den eingeschlagenen Weg fortsetzen und mit dem zweiten Sieg einen weiteren Schritt Richtung Achtelfinale machen. Auch Spartak Moskau mit Martin Stranzl und AC Milan haben Punktezuwachs eingeplant.

So wie bei den Bayern läuft derzeit auch bei Real Madrid nicht alles rund. Das Problem: Die Stürmer treffen nicht ins Tor. "Taktisch haben wir keine Probleme. Uns fehlen nur die Torerfolge. Wir haben ausgewiesene Torjäger, aber derzeit treffen sie nicht. Das ist meine einzige Sorge", räumte der portugiesische Coach Jose Mourinho nach dem 0:0 der "Königlichen" bei UD Levante ein.

Ganze fünf Treffer brachten die Madrilenen in den ersten fünf Ligaspielen zustande, zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr waren es 16. Dabei schießen Cristiano Ronaldo und Co. häufiger aufs Tor als aller anderen spanischen Clubs: Bisher 105 Mal. Am Dienstag bei AJ Auxerre könnte der Deutsche Mesut Özil ein Opfer der Torkrise werden. Wie das Sportblatt "Marca" berichtete, erwägt Mourinho, Karim Benzema neu in die Startelf zu holen und damit den Angriff zu stärken. Das hieße, dass entweder Özil oder Gonzalo Higuain weichen müsste. Reals Defensive hat sich indes stark verbessert. Nur ein Gegentreffer in fünf Spielen ist die beste Zwischenbilanz der Vereinsgeschichte.

Das Parallelspiel Ajax Amsterdam gegen AC Milan steht ganz im Zeichen eines "Rendezvous mit der Vergangenheit". Zlatan Ibrahimovic hatte ab 2001 für Ajax in 106 Spielen 46 Treffer erzielt, nun bildet der schwedische Teamstürmer mit Robinho und Ronaldinho das offensive Traumtrio von Milan. Ibrahimovic fühlt sich noch immer nicht zu 100 Prozent fit, hat aber schon vier Tore für Milan erzielt. Seit dem 1:0-Sieg von Ajax im Champions-League-Finale 1995 in Wien hat Milan gegen Ajax nicht mehr verloren.

AS Roma hofft gegen den rumänischen Meister CFR Cluj auf die ersten Punkte. Nach dem 1:0 in der italienischen Meisterschaft am Wochenende gegen Meister Inter Mailand, dem ersten Saisonsieg in der Serie A, haben sich bei den Römern die Wogen geglättet. Nach den jüngsten Spannungen zwischen Superstar Francesco Totti und Coach Claudio Ranieri sowie heftigen Ablösediskussionen betreffend Trainer ist wieder Ruhe eingekehrt.

"Ich werde nie ein Problem für AS Roma sein", gab sich Totti, der am Montag seinen 34. Geburtstag feierte, nach der Aussprache zahm. Nach seiner Auswechslung im Spiel gegen Inter hatte der Kapitän das Stadion im Zorn verlassen. "Manchmal muss ein Trainer aus taktischen Gründen schmerzhafte Entscheidungen treffen", hatte Ranieri seine Maßnahme verteidigt. Gegen Cluj sind die Römer aber vorgewarnt: Die Rumänen gaben vor zwei Jahren ihr Champions-League-Debüt in Rom - und feierten gegen Roma einen sensationellen 2:1-Sieg.

Die zwei Londoner Top-Clubs Arsenal und Chelsea haben am Wochenende in der Premier League Niederlagen kassiert und müssen am Dienstag einige Ausfälle verkraften. Bei Arsenal trübte eine 2:3-Niederlage gegen West Bromwich Albion (mit Paul Scharner) die Stimmung. "Manches war unerklärlich an dieser armseligen Vorstellung", polterte Trainer Arsene Wenger. In Belgrad muss er gegen Partizan gleich sieben Stammspieler ersetzen, dennoch will Arsenal nach dem Traumstart (6:0 gegen Braga) den nächsten Schritt Richtung Aufstieg setzen.

Chelsea setzte seine Generalprobe für das Duell gegen Olympique Marseille mit dem 0:1 bei Manchester City in den Sand. Zudem muss Trainer Carlo Ancelotti am Dienstag auf Spielmacher Frank Lampard und den gesperrten Torgarant Didier Drogba verzichten. Dennoch spricht alles für Chelsea, das die englische Liga weiter anführt und in der europäischen Königsklasse von zuletzt 22 Heimspielen nur eines verloren hat. Im zweiten Spiel der Gruppe F könnte am Dienstag als einziger Österreicher Martin Stranzl im Einsatz sein. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler empfängt mit seinem Club Spartak Moskau MSK Zilina und hofft auf das Ende einer enttäuschenden Serie. Spartak hat in den jüngsten elf CL-Heimspielen keinen einzigen Sieg gefeiert (5 Remis, 6 Niederlagen).

Am Mittwoch gastiert Werder Bremen wohl mit Sebastian Prödl, aber ohne Marko Arnautovic in der Startelf, bei Champions-League-Sieger Inter Mailand. Der niederländische Meister Twente Enschede (Marc Janko) spielt in London gegen Tottenham Hotspur.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel