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Dag meint: "Normalerweise müssten wir gewinnen" © APA (epa)

Für Ekrem Dag besteht an der Rollenverteilung vor dem Europa-League-Duell zwischen Rapid und Besiktas am Donnerstag im

Für Ekrem Dag besteht an der Rollenverteilung vor dem Europa-League-Duell zwischen Rapid und Besiktas am Donnerstag im ausverkauften Happel-Stadion kein Zweifel. "Normalerweise müssten wir gewinnen. Die Qualität in unserer Mannschaft ist sehr hoch", erklärte der österreichische Fußball-Teamspieler.

Dag laboriert seit über einer Woche an einer schmerzhaften Zehenentzündung und kann deswegen den Fuß nicht wirklich belasten. "Aber ich hoffe, dass ich am Wochenende wieder ins Training einsteigen kann", sagte der 29-Jährige.

Auch ohne den dreifachen ÖFB-Internationalen ist der 13-malige türkische Meister am zweiten Spieltag der Gruppe L wohl Favorit. "Besiktas fährt nicht nach Wien, um einen, sondern drei Punkte zu holen", beteuerte Dag, warnte seine Kollegen aber auch vor übertriebenem Optimismus. "Unterschätzen darf man die Rapidler auf keinen Fall, immerhin sind sie gegen Aston Villa aufgestiegen."

Während es für die Hütteldorfer zum Gruppenphasen-Auftakt ein 0:3 in Porto setzte, startete Besiktas mit einem Sieg. Allerdings hatten die Türken beim 1:0-Heimerfolg über ZSKA Sofia mehr Mühe als erwartet, das entscheidende Tor durch Fabian Ernst fiel erst in der 90. Minute. "Das war ein klassisches Beispiel dafür, wie schwierig ein Spiel wird, wenn man zwar viele Chancen hat, aber lange kein Tor macht", meinte Dag.

Immerhin blieb Besiktas auf Kurs in Richtung eines Top-2-Platzes, der das Weiterkommen in die Runde der letzten 32 bedeutet. "Wenn man bei so einem Kader, wie ihn Besiktas hat, nicht den Aufstieg als Ziel hat, dann weiß ich nicht. Die jetzige Mannschaft ist stärker als vor einem Jahr", sagte Dag.

Nach der verpassten Titelverteidigung wurden im Sommer Guti ablösefrei von Real Madrid und Ricardo Quaresma um über sieben Millionen Euro von Inter Mailand geholt. Neu ist auch Trainer Bernd Schuster, von dem Dag in den höchsten Tönen schwärmt. "Er ist ein großartiger Trainer, ein ruhiger Arbeiter, der alles mit Nachdenken löst, nicht mit Aggressivität."

Eine wirkliche Stammformation hat der Trainer allerdings noch nicht gefunden - zwar war Dag bis zu seiner Verletzung regelmäßig als rechter Verteidiger im Einsatz, ansonsten gab es jedoch viele Personalrochaden. "Aber das ist bei einem 30-Mann-Kader ganz normal, dass es einige Zeit dauert, bis er sich einen Überblick verschafft hat", vermutete der Österreicher.

Die Qualitäten von Guti kennt Schuster aus seiner Zeit bei Real Madrid. Beim 2:1 in der Meisterschaft am Samstag gegen Antalyaspor musste der spanische Regisseur wegen einer Verletzung noch pausieren, für das Rapid-Match sollte er wieder fit werden. Fix dabei ist wohl Sturmtank Bobo, der gegen Antalyaspor beide Treffer für den türkischen Tabellenzweiten erzielte. "Er spielt eigentlich überhaupt nicht wie ein Brasilianer, ist technisch nicht so stark, aber extrem kaltschnäuzig", meinte Dag.

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