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Mourinho ist mit Offensive nicht zufrieden © APA (epa)

Die einstige Torfabrik Real Madrid leidet unter Jose Mourinho unter Produktionsengpass. Der spanische Fußball-Rekordmeister

Die einstige Torfabrik Real Madrid leidet unter Jose Mourinho unter Produktionsengpass. Der spanische Fußball-Rekordmeister zeigte sich in der Champions League trotz einer hochkarätigen Offensive um Cristian Ronaldo ebenso wie in der Meisterschaft torgeizig. Mit einem 1:0-Erfolg in Auxerre blieben die "Königlichen" zwar klar auf Kurs Richtung Achtelfinale, zu glänzen vermochten sie dabei nicht.

Drei Tore in der Königsklasse und sechs in fünf Liga-Spielen befriedigen bei weitem nicht die Vorstellungen der verwöhnten Real-Fans - und auch nicht jene des exzentrischen Mourinho. "Als ich hierhergekommen bin, hatte das Team Probleme in der Defensive. Nun sind wir kompakter, aber müssen im Angriff einen Schritt nach vorne machen", meinte der Portugiese, der es in Frankreich mit Ronaldo, Gonzalo Higuain und dem äußerst formschwachen Karim Benzema von Beginn an probiert hatte.

Mit Mesut Özil und Angel di Maria brachte Mourinho frische Kräfte. Der Argentinier bescherte Real in der 81. Minute schließlich auch den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Kurz davor hatten die Madrilenen noch eine Schrecksekunde zu überstehen gehabt, als Verteidiger Pepe an die eigene Torstange köpfelte. "Gesegnet seist du, Di Maria" titelte die Sporttageszeitung "As" und und "El Mundo Deportivo" befand, dass Real "Blut schwitzen" musste. Mit sechs Zählern aus zwei Partien liegt Real trotzdem im Plansoll und darf das Heimspiel gegen den AC Milan am 19. Oktober ohne Bangen in Angriff nehmen.

Die Mailänder hielten ihrerseits dank Zlatan Ibrahimovic mit einem 1:1 in Amsterdam Verfolger Ajax in Schach. Der Schwede, der bei den Niederländern vom Talent zum Topstar gereift war, hält nun bereits bei fünf Saisontoren für die Rossoneri.

Von den Niederlagen in der vergangenen Woche gut erholt zeigte sich Chelsea. Die "Blues" wiesen Olympique Marseille im Duell des englischen mit dem französischen Meister schon in den ersten 28 Minuten durch Tore von John Terry (7.) und Nicolas Anelka (28.) in die Schranken. "Es gab einen riesigen Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften", gab Marseilles Trainer Didier Deschamps nach dem Auftritt an der Stamford Bridge offen zu. Der Weltmeister von 1998 und Chelsea-Profi stempelte den Premier-League-Primus zum Favoriten auf die Champions-League-Trophäe.

Weniger souverän erledigte Arsenal seine Aufgabe in Belgrad. Nicht nur aufgrund mehrerer Flutlichtausfälle zeigten die personell angeschlagenen "Gunners" beim 3:1 gegen Partizan Licht und Schatten. Arsene Wenger war ob des durch Tore von Marouane Chamakh (71.) und Sebastien Squillaci (82.) sichergestellten Erfolgs gegen dann zehn Partizan-Kicker trotzdem "zufrieden mit der Leistung". Mehr beschäftigte den Franzosen aber nach Schlusspfiff bereits der kommende Liga-Schlager gegen Chelsea am Sonntag.

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