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Schweinsteiger traf im Doppelpack © APA (dpa)

Zwei Spiele, zwei Siege, Platz eins - in der Champions League läuft für Vorjahresfinalist FC Bayern München alles

Zwei Spiele, zwei Siege, Platz eins - in der Champions League läuft für Vorjahresfinalist FC Bayern München alles programmgemäß. Trotzdem wurde beim deutschen Fußball-Meister nach dem Last-Minute-Sieg beim FC Basel nur kurz und dezent gejubelt. "Wir sind jetzt noch nicht auf der richtigen Spur", mahnte Kapitän Mark van Bommel nach dem 2:1-Erfolg am Dienstagabend.

"Unsere Nationalspieler müssen sich steigern", hatte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge gefordert - und Schweinsteiger erfüllte die Vorgabe zu hundert Prozent. Im 49. Champions-League-Spiel gelang dem 26-Jährigen erstmals ein Europacup-Doppelpack. Der Mittelfeldspieler erfüllte auch in Basel seine im DFB-Team geforderte Leader-Rolle, übernahm die Verantwortung vom Elfmeterpunkt (56.) und stand auch in der 89. Minute goldrichtig. "Ich bin sehr froh für Schweinsteiger, das ist sehr gut für ihn", meinte Bayerns Trainer Louis van Gaal.

Schweinsteigers Doppelschlag zur rechten Zeit bescherte dem FC Bayern den langersehnten Befreiungsschlag. Während es für den Rekordmeister in der Bundesliga noch nicht nach Wunsch läuft, führen die Bayern mit sechs Punkten nach zwei Spieltagen die Gruppe E vor der AS Roma, Cluj (je 3) und Basel (0) an. "Wir sind besser als im letzten Jahr - wir haben sechs Punkte. Ich bin sehr froh", analysierte Van Gaal. Von einer Trendwende wollten die Münchner aber noch nicht sprechen. Als Knack-Spiel ortete Rummenigge die Meisterschaftspartie am Sonntag in Dortmund.

Erneut nicht verborgen blieb Van Gaal, dass seine Stürmer weiter alles andere als treffsicher sind. Miroslav Klose sowie die eingewechselten Mario Gomez und Ivica Olic versprühten erneut nicht die Torgefahr, mit der die Schweizer Abwehr zu knacken gewesen wäre. Spätestens nach dem von Basels Ex-Bundesligalegionären Marco Streller und Alexander Frei schön herausgespielten 1:0 (18.) war klar, dass der Weg für die Bayern auch in Basel holprig sein würde.

Am Ende durften aber erneut die Bayern jubeln. "Es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass sie in den letzten Minuten auch noch mal zuschlagen kann", meinte Vize-Kapitän Philipp Lahm. Basels Torschütze Frei stellte hingegen trocken fest: "Bayern München wäre nicht Bayern München, wenn sie am Schluss nicht 2:1 gewinnen. Das ist einfach so."

"Total enttäuscht" war auch Thorsten Fink, Basels Coach, der 2001 als Spieler mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen hatte. Die Eidgenossen, bei denen der 18-jährige Xherdan Shaqiri die prominenten Gäste permanent beschäftigte, haderten besonders mit dem Foulpfiff vor dem Strafstoß zum 1:1-Ausgleich. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.", erklärte Coach Fink.

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