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Georg Pangl will im Amt bleiben © APA (Archiv/Fohringer)

Das Rätselraten um die Besetzung des Vorstandes der österreichischen Bundesliga ab 1. Jänner 2011 könnte am Freitag beendet

Das Rätselraten um die Besetzung des Vorstandes der österreichischen Bundesliga ab 1. Jänner 2011 könnte am Freitag beendet sein. Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung im Bundesliga-Gebäude in Wien findet sich auch jener Punkt, bei dem es um den künftigen operativen Chef im heimischen Profi-Club-Fußball geht.

Der Vertrag des aktuellen Vorstands Georg Pangl läuft mit Jahresende aus, der Burgenländer würde den Job gerne weiterhin ausüben. "Aufgrund der Ergebnisse in meiner sechsjährigen Amtszeit finde ich, dass ich eine Vertragsverlängerung verdient habe", erklärte der 45-Jährige.

Liga-Präsident Hans Rinner gilt als Gegner Pangls, auch wenn er sich diesbezüglich mit öffentlichen Aussagen zurückhält. "Wir sind mit Pangl nicht unzufrieden, und es könnte sein, dass er bleibt. Es gibt aber auch zwei andere Kandidaten in der engeren Auswahl, mit denen man neue Wege gehen könnte", sagte der Steirer, ohne Namen zu nennen.

Ähnlich äußerte sich sein Vize Markus Kraetschmer. "Pangl hat absolut die Chance, dass sein Vertrag verlängert wird. Es gibt aber auch noch den einen oder anderen Kandidaten", meinte der Austria-Vorstand.

Neben Rinner und Kraetschmer gehören auch der zweite Vize Gerhard Stocker sowie Werner Kuhn (Rapid), Volker Viechtbauer (Red Bull Salzburg), Erwin Fuchs (Kapfenberg), Hubert Nagel (Austria Lustenau) und Karlheinz Kopf (Altach) dem höchsten Liga-Gremium an. Einige Aufsichtsrats-Mitglieder ließen deutlich ihre Präferenz für Pangl erkennen. "Wir sehen keinen Grund für eine Neubesetzung und niemanden, der dafür infrage kommen würde", meinte etwa Kuhn.

Auch Fuchs wünscht sich eine Vertragsverlängerung für Pangl. "Wir sind mit ihm sehr zufrieden, ein Neuer müsste schon sehr viel besser sein." Auch Nagel könnte sich "gut vorstellen, mit Pangl weiterzuarbeiten".

Dass es in der Vorstands-Frage zu massiven Differenzen kommen könnte, glauben aber weder Rinner noch Kraetschmer. "Es wird keine Justament-Entscheidung getroffen werden. Zu einer Spaltung wird es sicher nicht kommen", beteuerte Kraetschmer.

Rein formaltechnisch fällt die Entscheidung über den neuen Vorstand in den Kompetenzbereich des Aufsichtsrates. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger würde sich jedoch eine Behandlung des Themas in der Präsidentenkonferenz wünschen, was Rinner nicht unbedingt für notwendig erachtet. "Derjenige, der im nächsten Jahr Vorstand sein wird, wird mit allen Präsidenten akkordiert", versprach der frühere Präsident von Sturm Graz.

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