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Kameruns Superstar bot eine Glanzvorstellung © APA (epa)

Mit seinem Triple ist Inter Mailands Samuel Eto'o in der Champion League zum Sargnagel für Werder Bremen geworden. Und während

Mit seinem Triple ist Inter Mailands Samuel Eto'o in der Champion League zum Sargnagel für Werder Bremen geworden. Und während die "Gazzetta dello Sport" den Superstar aus Kamerun mit "Etomico" feierte, leckte Werder seine Wunden. "Wir waren kein ebenbürtiger Gegner", befand Thomas Schaaf, Trainer der Österreicher Sebastian Prödl und Marko Arnautovic, die so wie das gesamte Kollektiv enttäuschten.

Eto'o hatte nach seinen Saisontoren Nummer 9, 10 und 11 für Inter gut lachen. "Ich bin froh, als Stürmer gewonnen zu haben, und nicht wie im vergangenen Jahr, als ich Verteidiger war", scherzte der 29-Jährige, der unter Neo-Coach Rafael Benitez wieder in seine Lieblingsrolle als zentraler Angreifer schlüpfen darf. Die Überlegenheit war so deutlich, dass Inter-Coach Rafael Benitez zur Pause sogar den brasilianischen Nationalkeeper Julio Cesar auswechselte, um Ersatzmann Luca Castellazzi Spielpraxis zu geben, als handle es sich um ein Testspiel.

Die Bremer hingegen waren nach ihrer dritthöchsten CL-Niederlage untröstlich. "Wir haben heute nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren immer den entscheidenden Schritt zu spät, und das hat Inter gnadenlos ausgenutzt. Wir haben es ihnen zu einfach gemacht", erklärte Prödl selbstkritisch. Beim Gegentreffer zum 0:2 ließ er sich von einem schönen Zuspiel auf Eto'o überraschen, war Teil einer generell wackligen Defensive. Während Prödl vom "kicker" mit einer 5 bedacht wurde, erhielt der ebenfalls durchspielende Arnautovic die Durchschnittsnote der Werder-Kicker - eine 4.

Die verletzten Frings, Pizarro, Fritz und Naldo gingen der Bremer Notelf an allen Ecken und Enden ab. "Die, die sich hätten beweisen sollen, hätten mehr anbieten müssen", wetterte Schaaf. Schon das nächste Duell mit Twente Enschede wird für die Elf von der Weser zum Entscheidungsspiel in der Königsklasse. Auch die Niederländer kassierten mit Marc Janko eine herbe Niederlage - 1:4 bei Tottenham. Janko spielte durch, war aber nur selten an entscheidenden Szenen beteiligt. Den Engländern wurden drei Elfmeter zugesprochen, so viele wie noch nie zuvor seit dem Start der Millionenliga in der Saison 1992/93.

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