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Arboleda sorgte für die Führung der Polen © APA (epa)

Österreichs Fußball muss weiter auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Europa League warten. Salzburg steht auch nach dem

Österreichs Fußball muss weiter auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Europa League warten. Salzburg steht auch nach dem zweiten Spieltag der Gruppenphase mit null Zählern da. Nach der 1:2-Heimpleite von Rapid musste sich auch Meister Salzburg in Gruppe A auswärts gegen Lech Posen 0:2 geschlagen geben. Auch das erste Match zu Hause gegen Manchester City hatten die Salzburger 0:2 verloren.

Die Treffer für den polnischen Meister markierten der Kolumbianer Manuel Arboleda in der 47. Minute per Kopf und der polnische Teamspieler Slawomir Peszko in der 80. Minute nach einem Konter. Salzburg hatte nach einer von beiden Seiten auf sehr schwachem Niveau geführten ersten Hälfte nur Mitte der zweiten 45 Minuten Akzente setzen können.

Im Parallelspiel trennten sich Manchester City und Juventus Turin (Alexander Manninger spielte im Tor durch) 1:1. In der dritten Runde empfängt Salzburg am 21. Oktober Juventus Turin, Manchester City hat gegen Lech Posen Heimrecht. Die Mozartstädter stehen nun im Kampf um einen Top-Zwei-Platz, der den Aufstieg in die K.o.-Phase bedeutet, bereits unter Zugzwang.

Die Stadt Posen feierte das erste Fußball-Match in ihrem EM-2012-Stadion ausgelassen. 43.000 Zuschauer sorgten für ein ausverkauftes Haus, atemberaubende Stimmung und einen Riesenlärm. Drei Gruppenspiele der EURO werden im Miejski-Stadion über die Bühne gehen. Hoffentlich auf einem besseren Rasen, denn das nach einem Sting-Konzert in der vergangenen Woche neu verlegte Grün ließ EM-Reife vermissen.

Deshalb hatten auch beide Teams ihr Abschlusstraining nicht im Stadion absolvieren dürfen. Salzburg-Trainer Huub Stevens bot etwas überraschend nicht Roman Wallner, sondern Alan als Solo-Spitze auf. Der Brasilianer hatte bis Donnerstag erst einmal im Salzburg-Trikot von Beginn an spielen dürfen, und zwar bei der Cup-Blamage gegen Blau-Weiß Linz im offensiven Mittelfeld.

Das von Lech und Salzburg Gebotene konnte mit der Atmosphäre auf den Rängen bei weitem nicht mithalten. Beide Teams hatten offensiv wenig bis gar nichts zu bieten. Die gefährlichste Salzburg-Aktion vor der Pause war ein Weitschuss von Simon Cziommer über das Tor (19.). Salzburg-Goalie Gerhard Tremmel kam erstmals bei einem Querpass von Peszko ins Schwimmen (34.). Mit Glück verhinderte der Deutsche, dass ihm der Ball durch die Beine ins eigene Tor rollte. Bei einem Weitschuss von Marcin Kikut parierte Tremmel bravourös (45.).

Wenige Sekunden nach Wiederbeginn war der Salzburger Schlussmann aber geschlagen. Nach einem Eckball von der rechten Seite von Semir Stilic setzte sich Arboleda im Kopfball-Duell gegen Ibrahim Sekagya durch und traf wuchtig ins rechte obere Eck (47.). Gezwungenermaßen orientierte sich Salzburg nach dem 0:1 intensiver nach vorne. Schüsse von Dusan Svento (59.) und Cziommer (68., 70.) blieben ohne das gewünschte Ergebnis.

Auf zusätzliches offensives Spielermaterial mussten die Salzburg-Fans bis zur 77. Minute warten, dann betraten Joaquin Boghossian und Wallner den Rasen. Die Hoffnungen auf den Ausgleich wurden aber rasch zerstört, Peszko vollendete einen Konter nach Stilic-Vorarbeit zum 2:0 (81.). Sergei Kriwets traf im Finish noch für die Polen die Stange (87.).

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