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Im Rückspiel soll Innsbruck gebremst werden © APA (Archiv/Parigger)

Noch ist der überraschende Lauf von Aufsteiger Wacker Innsbruck nach neun Spielen ohne Niederlage nicht gestoppt. Doch Wiener

Noch ist der überraschende Lauf von Aufsteiger Wacker Innsbruck nach neun Spielen ohne Niederlage nicht gestoppt. Doch Wiener Neustadt brachte den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga in der vergangenen Runde beim 0:0 am Tivoli gehörig in Bedrängnis. Am Samstag (18.30 Uhr) wollen die Niederösterreicher im "Rückspiel" vor eigenem Publikum den Tirolern die erste Saisonniederlage zufügen.

Die Formkurve Wiener Neustadts zeigt klar nach oben. In den vergangenen drei Partien - just nachdem Frank Stronach seinen Rückzug bekanntgeben hatte - holte man sieben Punkte (6:0 Tore), zuvor hatte man drei Niederlagen am Stück kassiert. Die eigene Heimstätte als Festung zu bezeichnen wäre schon aufgrund des eher mageren Fanzuspruchs vermessen, dennoch hat man erst eine Heimniederlage kassiert: Das blamable 0:5 gegen Ried am 21. August leitete den Umschwung ein.

"Wir haben am Tivoli ein ganz gutes Spiel abgeliefert, ich denke schon, dass wir sie ein bisschen überrascht haben", sagte Wiener-Neustadt-Coach Peter Schöttel angesichts des 0:0. "Das mit der Überraschung wird am Samstag aber wegfallen, es ist wieder eine neue Aufgabe." Das Ziel ist jedoch klar: "Wenn man sich ein bisschen weiter nach oben orientieren will, sollte man schon gewinnen."

Von Übermut ist freilich keine Spur. "Wir haben großen Respekt. Wacker hat viel Selbstvertrauen, das hat man in den letzten 20 Minuten des Spiels in Innsbruck gesehen, da haben sie ordentlich Druck gemacht", befand Schöttel, der freilich auch die Unterstützung des Tiroler Publikums dafür ins Treffen führte. "Wir waren lange überlegen, dann sind sie gekommen, und auch das Stadion ist wieder dagewesen. Man hat gesehen, was das für Kräfte freisetzt."

Kräfte, auf die die Gäste diesmal nicht zählen können. Innsbruck-Trainer Walter Kogler, der mit seiner Truppe alle drei Auswärtspartien 2010/11 gewann, ist spätestens seit dem torlosen Remis am vergangenen Samstag gewarnt. "Wir müssen es besser machen", forderte der 42-Jährige, nachdem man erstmals in dieser Saison ohne Treffer geblieben war. "Wir müssen das Kombinationsspiel der Wiener Neustädter unterbinden und aufpassen, dass wir in keinen Konter laufen", gab Kogler als Devise aus.

"Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen, denn sie sind gefährlich", so Kogler, der seit dieser Woche mit Fabian Koch auch über einen ÖFB-Teamkader-Spieler verfügt. Der siebente Saisonsieg sei aber auch in der Fremde durchaus drin: "Wir müssen alles abrufen, dann ist in Wiener Neustadt etwas möglich." Die Serie beschäftigt ihn kaum. "Man darf nicht an eine mögliche Niederlage denken, aber man darf auf keinen Fall davor Angst haben", meinte Kogler, der als Spieler mit Innsbruck eine ähnliche Serie miterlebte: In der Saison 2001/02 bestritten die Tiroler ihre ersten 18 Partien ohne Niederlage.

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