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Im eigenen Stadion soll nichts anbrennen © APA (Archiv/Leodolter)

Die Schlagerpartie Austria gegen Sturm Graz zum Rückrunden-Auftakt geht am Samstag mit umgekehrten Vorzeichen in Szene. Sechs

Die Schlagerpartie Austria gegen Sturm Graz zum Rückrunden-Auftakt geht am Samstag mit umgekehrten Vorzeichen in Szene. Sechs Tage nach dem 2:0-Auswärtserfolg wollen die Wiener im heimischen Horr-Stadion (18.30 Uhr/live Sky) ihre Heimstärke wiederfinden. Der Vizemeister ist aber gewarnt: Wie die Violetten boten auch die Grazer in dieser Saison ihre besten Vorstellungen in der Ferne.

Bangen müssen die Steirer aber um den Einsatz von Teamtorhüter Christian Gratzei aufgrund eines fiebrigen Infekts. Für jeden der beiden Bundesliga-Spitzenclubs geht es darum, die Kluft zur Tabellenspitze nicht zu groß werden zu lassen. Sturm liegt nach bei Spiel weniger als die Austria als Dritter vier Punkte hinter Leader Wacker Innsbruck, die Wiener als Vierter deren fünf. "Es ist sehr wichtig, das Spiel zu gewinnen um dem Anschluss zu wahren", meinte Austrias Trainer Karl Daxbacher.

Der Vizemeister aus Favoriten zeigte in den jüngsten drei Runden mit Auswärtssiegen gegen Rapid und Sturm auf. Vor heimischer Kulisse ließen die Leistungen aber zu wünschen übrig. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen Mattersburg (2:0) holte die Austria in drei Partien nur einen Zähler gegen Meister Salzburg und schoss dabei kein einziges Tor. Seit 306 Minuten warten die Austria-Anhänger schon auf einen Heim-Treffer. Mit Sturm kommt noch dazu ein Team, das in dieser Saison in drei Auswärtsspielen mit zwei Siegen und einem Remis überzeugen konnte.

"Es wird um nichts leichter als in Graz", erwartet sich Daxbacher deshalb ein schweres "Rückspiel" im Horr-Stadion. Anders als in Graz, als Sturm in der ersten Spielhälfte nicht ein Foul beging, rechnet der Niederösterreicher mit einer weitaus "härter und aggressiver spielenden Sturm-Mannschaft". An seiner Sieger-Elf von vergangenem Sonntag muss Daxbacher nur eine Position ändern: Anstelle des an einer Angina leidenden Marin Leovac wird der von seinem Muskelfaserriss wieder genesene Markus Suttner links in der Viererkette spielen. Im Tor steht wieder der bereits seit drei Partien unbezwungene Robert Almer.

Sturm-Coach Franco Foda plagen hingegen weitaus größere Verletzungssorgen. Stammkeeper Gratzei leidet seit Donnerstag ebenso wie Timo Perthel an einem fiebrigen Infekt. Während der deutsche Linksverteidiger für die Partie voraussichtlich ausfallen wird, soll Gratzei trotzdem im Gehäuse der "Blackies" stehen. "Es gibt die Chance, dass er spielt", meinte Foda. An seiner Stelle könnte der Kroate Silvije Cavlina sein Liga-Debüt für Sturm geben.

Für Sturm geht es auch darum, die Austria nach acht Spielen in Liga und Cup wieder in die Knie zu zwingen. Den bis dato letzten Erfolg gab es am 2. November 2008 in Wien. Ein Sturm-Torschütze von damals, Marko Stankovic, trägt inzwischen bereits violett. "Wir haben die Qualität und das Potenzial, um Punkte in Wien zu holen", ist sich Foda sicher. Sein Rezept dafür lautet: "Wir müssen unsere Fehlerquellen minimieren und zu hundert Prozent konzentriert an die Sache herangehen."

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