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Nach dem Spiel in Posen war er nicht gut gelaunt © APA (Archiv/epa)

Nach der 0:2-Niederlage bei Lech Posen in der Fußball-Europa-League kehrt Meister Salzburg am Sonntag (18.30 Uhr) in die Mühen

Nach der 0:2-Niederlage bei Lech Posen in der Fußball-Europa-League kehrt Meister Salzburg am Sonntag (18.30 Uhr) in die Mühen der Ebene zurück. Trainer Huub Stevens forderte vor dem Bundesliga-Spiel der zehnten Runde bei der SV Ried eine "Trotzreaktion" seiner Kicker.

Schließlich könnte man mit dem zweiten Sieg gegen die personell stark geschwächten Innviertler innerhalb von acht Tagen zumindest in der heimischen Liga in die Erfolgsspur zurückkehren. In der Fremde agierten die Salzburger in der laufenden Saison allerdings recht glücklos. In der Liga ist man in vier Partien noch ohne Auswärtssieg, in den gesamten zehn Pflichtspielen gab es lediglich einen Cup-Erfolg bei St. Pöltens Amateuren (4:1). Für Stevens ist eines klar: "Wir müssen die Köpfe jetzt freibekommen, ich hoffe auf eine Trotzreaktion", erklärte der Niederländer, der neuerlich betonte: "Ich bin nicht ratlos."

Dass mit den Riedern, die in der bisherigen Saison drei Heimsiege in vier Partien feierten, neuerlich ein harter Brocken wartet, ist Stevens bewusst. Gedanken an die Europa League seien da fehl am Platz. "Wir müssen uns voll auf Ried konzentrieren, denn wir wissen, wie schwierig es dort immer gewesen ist. Auch im letzten Spiel haben wir uns nicht leichtgetan", betonte der 56-Jährige. Erst ein Abseitstor von Roman Wallner hatte die Entscheidung gebracht.

Das Experiment mit dem beweglichen Brasilianer Alan, der erstmals als zentraler Stürmer aufgeboten worden war, hatte zuletzt in Posen gar nicht so schlecht funktioniert - laut Stevens allerdings "nur bis zum Sechzehnmeterraum". Der 3,5-Millionen-Mann könnte daher in Ried auch rechts am Flügel anstelle des leicht angeschlagenen Gonzalo Zarate zum Einsatz kommen. "Er hat viele Qualitäten und ist natürlich eine Option", versicherte Stevens.

Ried-Trainer Paul Gludovatz war nach der 0:1-Niederlage in Salzburg nicht zuletzt mit dem Schiedsrichter hart ins Gericht gegangen, das sei aber "Schnee von gestern", wie der Burgenländer meinte. "Aber es bleibt die Tatsache, dass das Regelwerk für alle gleich ausgelegt werden muss."

Die eigentlichen Sorgen des ehemaligen ÖFB-Nachwuchstrainers sind aber personeller Natur, vor dem Duell mit dem Meister ist die Personaldecke bereits sehr dünn. Jan-Marc Riegler und Florian Mader sind gesperrt, dazu kommen die Langzeitverletzten Stefan Lexa, Hubert Auer, Thomas Gebauer und Peter Hackmair. Gludovatz kann der Situation aber auch Positives abgewinnen. "Wir rücken da noch viel näher zusammen", sagte der Ried-Coach, der daher auch einige Spieler der Akademie im Training begrüßte.

Das hochwahrscheinliche Comeback von Abwehrroutinier Oliver Glasner, der zum ersten Mal seit Ende Juli wieder zur Verfügung steht, kommt da gerade richtig. "Es ist aber noch nicht ganz klar, ob er von Beginn an bzw. auf welcher Position er spielen wird", erklärte Gludovatz.

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