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Jungstar Junuzovic geht an Standfest vorbei © APA (Pfarrhofer)

Cupsieger Sturm Graz hat sich für die 0:2-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Austria Wien auf schnellstem Wege

Cupsieger Sturm Graz hat sich für die 0:2-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Austria Wien auf schnellstem Wege revanchiert. Die Steirer siegten am Samstagabend in einer ansprechenden Partie der 10. Bundesliga-Runde vor 9.500 Zuschauern im Horr-Stadion gegen die Veilchen 3:2 (1:1) und blieben damit auch im vierten Auswärtsspiel der Saison (drei Siege, ein Remis) ohne Niederlage.

Andreas Hölzl (12.), Imre Szabics (74.) und Roman Kienast (80.) erzielten die Treffer für die Gäste, die nach Gegentoren von Peter Hlinka (35.) und Roland Linz (71.) kurzzeitig sogar 1:2 in Rückstand geraten waren. Damit schob sich Sturm bis auf einen Punkt an Tabellenführer Wacker Innsbruck, der in Wr. Neustadt die erste Saisonniederlage einstecken musste, heran. Die Austria fiel dagegen nach der bereits dritten Heimniederlage vor den beiden Sonntagsspielen hinter Wr. Neustadt von Rang vier auf fünf zurück.

Dabei begann die Austria enorm engagiert, doch das erste Tor schossen die an diesem Abend enorm effizienten und clever agierenden Gäste aus Graz: Nach Vorarbeit von Weber scheiterte Kienast nach Stangl-Pass von Szabics noch an Almer, von dessen Fuß der Ball genau zu Hölzl kam - und der besorgte in souveräner Manier die überraschende Sturm-Führung. Es war der erste Gegentreffer für Austria-Goalie Almer nach drei Spielen en suite bzw. 281 Minuten ohne Gegentor.

Die Hausherren ließen sich durch den frühen Rückstand nicht beirren, machten weiter das Spiel und hatten in Minute 21 bereits den Ausgleich vor Augen. Allerdings rettete der Ex-Austrianer Standfest bei einem Jun-Heber noch knapp vor der Linie. Auf der Gegenseite scheiterte Hölzl nach Bukva-Idealpass am starken Almer (27.).

Danach waren wieder die Favoritner am Drücker, wobei erst eine Standardsituation zum verdienten Ausgleich führte: Sturm-Schlussmann Cavlina, der den erkrankten Stamm-Keeper Gratzei ersetzte, entschärfte zunächst einen Suttner-Schuss, beim anschließenden Eckball von Junuzovic, den Hlinka mit einem wuchtigen Kopfball im Tor versenkte, machte der Kroate aber keine gute Figur, weil er zu unentschlossen agierte. Es war der erste Heim-Treffer der Daxbacher-Elf nach 340 Minuten.

Nach der Pause waren Großchancen zunächst Mangelware, nur eine Klein-Flanke auf Junuzovic sorgte zunächst für Gefahr (65./drüber). Erst der Treffer von Linz, der nach einer von Sturm-Verteidiger Schildenfeld per Kopf verlängerten Jun-Flanke goldrichtig stand und sein sechstes Saisontor erzielte, brachte wieder viel Schwung in die Partie, in der die Grazer nur drei Minuten später wieder auf 2:2 stellten. Nach Hölzl-Lochpass spielte Szabics Innenverteidiger Dragovic aus und schoß zum Ausgleich ein.

Doch für die Austria kam es noch schlimmer: Der eingewechselte Klem ließ Klein aussteigen und seinen scharfen Stanglpass zur Mitte drückte Kienast, der nach seinem siebenten Treffer weiter an der Spitze der Torschützenliste steht, über die Linie zum 3:2-Endstand. Sturm jubelte damit nach exakt 23 Monaten bzw. acht Spielen in Liga und Cup wieder über einen vollen Erfolg über die Wiener Austria. Den bis dato letzten Erfolg hatten die "Blackies" am 2. November 2008 mit einem 3:1 ebenfalls in Wien gefeiert.

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