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Windtner glaubt an Constantini und den Sieg © APA (Gindl)

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat zumindest für das erste der beiden anstehenden EM-Qualifikationspartien des österreichischen

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat zumindest für das erste der beiden anstehenden EM-Qualifikationspartien des österreichischen Fußball-Nationalteams ein klares Ziel vorgegeben. Für das Duell mit Aserbaidschan am Freitag im Wiener Happel-Stadion verlangt der Oberösterreicher einen Sieg, im Zusammenhang mit dem Auswärtsspiel in Belgien vier Tage später hält er sich jedoch mit Forderungen zurück.

"Ich rede nicht von den nächsten zwei Spielen, ich rede nur vom Aserbaidschan-Match, und da ist es klar, dass wir drei Punkte wollen, egal unter welchen Umständen", erklärte Windtner. Auf eine Vorgabe für das Belgien-Match verzichtet der 60-Jährige, um der Truppe von Nationaltrainer Dietmar Constantini nicht unnötig Druck aufzuerlegen. "Ich will nicht im Vorfeld Unruhe reinbringen."

Die schwache Leistung der ÖFB-Auswahl zum EM-Quali-Auftakt beim mühsamen 2:0 in Salzburg gegen Kasachstan hat den Optimismus des ÖFB-Chefs nicht getrübt. "Mehr als drei Punkte kann man auch gegen Kasachstan nicht machen, daher haben wir unser Ziel erreicht. Dass der Spielverlauf nicht wunschgemäß war, haben auch die Reaktionen der Fans gezeigt", sagte Windtner, der die Partie mit dem Betreuerteam in einem "konstruktiven, nüchtern-analytischen Gespräch" noch einmal Revue passieren ließ.

Allzu kritisch dürfe man den Auftritt gegen die Kasachen nicht bewerten, meinte Windtner. "Das soll jetzt keine Schönfärberei sein, aber man muss auch das Positive sehen: Wann hat zuletzt eine österreichische Nationalmannschaft ein Match in der Nachspielzeit gewonnen?"

Die Frage, ob Constantini am Freitag noch auf der Betreuerbank sitzen würde, wenn Roland Linz in der 92. Minute nicht das erlösende 1:0 erzielt hätte, wollte Windtner nicht beantworten. "'Hätti-Täti-Wari' gibt es bei mir nicht. Im Konjunktiv zu agieren, bringt nichts. Wir müssen uns von einem Match zum anderen hanteln und schauen, dass wir so viele Punkte wie möglich machen. Alles andere ist spekulativ."

Windtner glaubt, dass Constantini auch nach dem bevorstehenden EM-Quali-Doppel im Amt bleiben wird. "Davon gehe ich aus, weil ich davon ausgehe, dass wir gegen Aserbaidschan gewinnen." Es gebe keine vorbeugende Teamchef-Suche hinter den Kulissen, betonte der Verbandsboss. "Ich bin einer, der zuversichtlich nach vorne schaut und nicht an Plan B oder Plan C denkt."

Windtners Wunsch nach einer ständigen Weiterentwicklung der Nationalmannschaft wurde in den vergangenen Monaten allerdings nicht erfüllt, wie er selbst zugab. "Doch wenn man sich die Statistik der letzten Jahre anschaut, haben wir uns weiterentwickelt. Dass es nach oben hin noch Potenzial gibt, ist klar."

Ein erster Schritt, dieses Potenzial auszureizen, soll gegen Aserbaidschan gelingen - wenn möglich mit einem schnellen Tor. "Damit der Knoten platzt und die Mannschaft befreit spielt. Man hat ja gegen Kasachstan gesehen, dass die Verkrampfung mit jeder vergebenen Chance größer geworden ist", sagte Windtner.

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