vergrößernverkleinern
FelixGottwalds letzte Saison könnte kurz werden © APA (epa/Archiv)

Den Nordischen Kombinierern droht im WM-Winter eine Weltcup-Rumpf-Saison. Der Blick auf den Weltcup-Kalender ist nicht nur für

Den Nordischen Kombinierern droht im WM-Winter eine Weltcup-Rumpf-Saison. Der Blick auf den Weltcup-Kalender ist nicht nur für die Athleten, sondern auch für die Fans ernüchternd, denn in der aktuellen Planung scheinen lediglich sieben Veranstaltungsorte auf. Für Felix Gottwald wird seine letzte Saison mit dem Höhepunkt bei den WM vom 22.2. bis 6.3.2011 in Oslo also wohl auch zur kürzesten.

Nach dem Abgang von Walter Hofer, der für die Restrukturierung der Weltcup-Formate von der FIS neben seiner nach wie vor aktiven Tätigkeit im Skisprungbereich für die Kombination eingesetzt wurde, haben sich einige Symbiosen mit den Skisprung-Veranstaltern wieder "aufgelöst". Abgesagt haben u.a. Zakopane, Oberhof und auch Oslo (das ohnehin die WM austrägt). Lediglich zwölf Einzel-Bewerbe und zwei Teambewerbe sind an sieben Austragungsorten geplant, in der vergangenen Saison waren es immerhin noch elf Stationen.

Mit Auftritten in der Ramsau (18./19.12.) und in Seefeld (22./23.1.2011) ist der Weltcup-Tross aber wieder zweimal zu Gast in Österreich. Besonders kritisch für die Athleten sind lange Pausen zwischen Ramsau und Schonach (8.1.) bzw. Chaux-Neuve (22./23.1.) bis zum Beginn der WM einen Monat später.

"Das ist der Status quo. Unsere Herren von der FIS sind alle gefordert, etwas Ordentliches auf die Beine zu stellen. Der Verlierer ist wie so oft der Sport", meinte ÖSV-Trainer Günther Chromecek, der sich vorwiegend um den dreifachen Olympiasieger Felix Gottwald und David Kreiner kümmert.

FIS-Weltcup-Koordinator Ulrich Wehling hofft, den Kalender zumindest noch mit einer Veranstaltung in Polen auffetten zu können. "Vorrangig haben uns jene Veranstalter abgesagt, die gemeinsam mit dem Skisprung hätten organisieren sollen", sagte Wehling am Montag. Die Saison beginnt am 26./27. November in Kuusamo.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel