vergrößernverkleinern
Marco Djuricin geht für Hertha BSC auf Torjagd © APA (Schlager)

Seit 2002 werden im Fußball U19-Europameister gekürt. Österreichs Burschen spielten bisher viermal in Endrunden mit den

Seit 2002 werden im Fußball U19-Europameister gekürt. Österreichs Burschen spielten bisher viermal in Endrunden mit den führenden Ländern des Kontinents mehr als nur mit. Es gab immerhin zweimal Bronze (2003 in Liechtenstein, 2006 in Polen) und zuletzt im heurigen Juli in Frankreich unter Andreas Heraf als Gruppen-Dritter die Fahrkarte für die U20-WM 2011 in Kolumbien.

Ab Freitag nimmt das ÖFB-Team mit Heimvorteil Anlauf zur fünften EM-Teilnahme. Der nun von Hermann Stadler betreute Jahrgang (Stichtag 1. Jänner 1992) trifft in der ersten Phase der Qualifikation im Salzburgischen auf Montenegro (Freitag in Grödig, 18.30 Uhr), San Marino (Sonntag in Seekirchen, 16.00 Uhr) und Titelverteidiger Frankreich (13. Oktober in Grödig, 18.30 Uhr). Die ersten zwei Teams der insgesamt 13 Pools sowie die drei Gruppen-Dritten mit der besten Bilanz gegen die Top-2-Teams steigen in die Eliterunde auf, deren sieben Pools Ende November in Nyon ausgelost werde.

Dabei sollte sich Rot-Weiß-Rot in einem der Lostöpfe befinden und später um einen der sieben EM-Startplätze mitspielen. Denn der zweite Platz hinter dem zweifachen Europameister Frankreich, von dem man im heurigen Juli während der EM-Endrunde 0:5 gedemütigt wurde, muss in der ersten Quali-Phase das Ziel sein. Stichwort Frankreich. Dort hatte Marco Djuricin am 24. Juli gegen die Niederlande mit einem verwandelten Foulelfer in der 87. Minute zum 1:0-Sieg über die Niederlande Österreich die WM-Fahrkarte nach Südamerika gesichert.

Der Berliner Hertha-Legionär ist auch jetzt wieder dabei, rückte am Dienstag als Letzter des 18-Mann-Kaders ins ÖFB-Quartier in Anif ein. Djuricin war am Montag mit dem deutschen Zweitliga-Spitzenreiter daheim gegen Alemannia Achen (0:0) ab der 84. Minute im Einsatz. "Wir müssen und werden uns auch nicht verstecken. Wir haben einen sehr gut eingespielte Mannschaft und werden uns nach vorne orientieren", sagte Djuricin in Erinnerung an die 0:5-Abfuhr gegen die Tricolores. Damals habe man zu viel Respekt gehabt.

Stadler will von einer Revanche an den Franzosen, die er in Europa zu den technisch und fußballerisch besten Teams zählt, nichts wissen. Dass einige Leistungsträger fehlen, darf nicht als Ausrede für ein etwaiges Scheitern am ersten Schritt herhalten. "Ich habe zu den 18 nominierten Spielern 100-prozentiges Vertrauen", betonte Stadler, dessen Truppe heuer in sechs Länderspielen (vier Siege, zwei Remis) ungeschlagen ist. Zuletzt gab es in Testspielen gegen Russland und Griechenland ein 1:1 bzw. ein 3:1.

Djuricin ist neben Marco Summer (FC St. Gallen), Tobias Kainz (SC Heerenveen) und Christoph Knasmüllner (Bayern München) einer von vier Legionären im aktuellen Aufgebot. Philipp Prosenik (Chelsea) musste wegen eines Seitenbandeinrisses im rechten Knie absagen, Bernhard Janeczek (Borussia Mönchengladbach) ist nach langer Verletzungspause erst kurz im Training und David Alaba (Bayern München) ist mit einem Seitenbandriss am Knöchel noch außer Gefecht.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel