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Maierhofer trägt seit seinem Doppelpack einen Bart © APA (Neubauer)

Stefan Maierhofer hat zwei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel des österreichischen Fußball-Nationalteams in Wien gegen

Stefan Maierhofer hat zwei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel des österreichischen Fußball-Nationalteams in Wien gegen Aserbaidschan seinen gewohnten Optimismus an den Tag gelegt. Gegen die Truppe von Berti Vogts hat der Duisburg-Legionär einen Sieg eingeplant, obwohl er zugab, dass gerade die jungen Nationalspieler möglicherweise mit dem Druck des Gewinnen-Müssens nicht allzu gut umgehen können.

"Wir müssen schauen, dass wir am Freitag mit dieser Aggressivität ins Spiel gehen, die auch im Training zu sehen ist, und drei Punkte einfahren", forderte der Stürmer, der in der ÖFB-Auswahl große Qualität sieht. "Wir wissen, was in der Mannschaft steckt und wollen es auch zeigen."

Die größer gewordene Leidenschaft im Training begründet der Ex-Rapidler mit dem wachsenden Konkurrenzkampf um einen Platz in der Startformation. "Jeder will sich beweisen. Vielleicht ist den Spielern auch mehr bewusst geworden, welchen Bühne das Nationalteam bietet", vermutete der 28-Jährige.

Nach einem Jahr fast ohne Spielpraxis in England läuft es für Maierhofer in dieser Saison nach dem Wechsel zum deutschen Zweitligisten MSV Duisburg wieder rund. Bester Beweis dafür waren seine beiden Tore am Samstag beim 3:0 gegen Oberhausen, die sich auf Maierhofers äußeres Erscheinungsbild ausgewirkt haben. "Weil ich diese zwei Tore gemacht habe, habe ich entschieden, mich nicht mehr zu rasieren."

Der im Gegensatz zu Maierhofer glatt rasierte Paul Scharner wünschte sich von der Öffentlichkeit mehr Geduld mit dem Nationalteam. Ein Teamchef-Wechsel wäre laut Scharner für die Entwicklung kontraproduktiv. "Das würde heißen, wieder zurück an den Start."

Während Scharner gegen Aserbaidschan wohl zu den Fix-Startern gehört, zählt für Fabian Koch allein schon der olympische Gedanke. Der 21-Jährige überzeugte zuletzt beim Überraschungs-Tabellenführer Wacker Innsbruck und wurde deshalb erstmals ins A-Team einberufen. "Überraschend war es schon, auch wenn ich ein bisschen damit spekuliert habe", gab der Tiroler zu.

An der Last der Favoritenrolle hat der Youngster, der rechts in der Viererkette oder im Mittelfeld eingesetzt werden kann, offenbar nicht schwer zu tragen. "Ein bisschen Druck ist wichtig, denn ohne Druck spielt man schlechter als mit Druck", behauptete Koch.

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