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Die Oranje empfangen im Schlager Schweden © APA (epa)

Europas Fußball-Großmächte peilen den nächsten Schritt zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine an. Weltmeister Spanien

Europas Fußball-Großmächte peilen den nächsten Schritt zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine an. Weltmeister Spanien erwartet im Auswärtsspiel in Schottland die erste Bewährungsprobe in der laufenden EM-Qualifikation, Vize Niederlande empfängt im Duell zweier bisher makelloser Mannschaften Schweden. Die Skandinavier wollen die lange Erfolgsserie der "Oranjes" ad acta legen.

Die Niederländer feierten am vergangenen Freitag mit einem 1:0 in Moldawien den bereits elften Sieg in Serie in einem EM- oder WM-Qualifikationsspiel. Besonders Klaas-Jan Huntelaar scheint in der laufenden Ausscheidung sein Visier gut eingestellt zu haben. Der Stürmer von Schalke 04 war für das Team von Bondscoach Bert van Marwijk in drei Spielen bereits sechsmal erfolgreich.

Erik Hamren sieht seine Elf im Kampf um die Topposition in Gruppe E trotzdem nicht als krasser Außenseiter. "Ich habe die Partie einige Male in meinem Kopf durchgespielt und es ist immer sehr gut für uns ausgegangen - wir haben immer gewonnen", meinte Schwedens Teamchef im Vorfeld der Partie. Der 53-Jährige will sein Team mit Selbstvertrauen aufs Spielfeld laufen sehen. "Egal ob es Fußball ist, dein Job oder dein Liebesleben: Wenn man glaubt, dass man Erfolg hat, wird es leichter."

Spanien wird im Hampden Park gegen eine Mauertaktik ankämpfen müssen. Schottlands Teamchef Craig Levein wartete beim 0:1 gegen Tschechien mit einer destruktiven Spielweise auf, die in den schottischen Medien scharf kritisiert wurde. Gegen die Iberer könnte sie erneut zum Einsatz kommen. Den in Glasgow seit 1984 sieglosen Weltmeister dürfte dies nicht überraschen. Teamchef Vicente del Bosque vertraut auf den gegen Litauen zweimal erfolgreichen Sturmtank Fernando Llorente, der gegen die Balten aufgrund einer Grippe geschonte Xabi Alonso könnte ein Comeback geben.

Ex-Weltmeister Italien will in Genua die Unform von Serbien nutzen und die Tabellenführung in Gruppe C festigen. Trainer Cesare Prandelli will die "Tifosi" in der immer noch von den Unwettern der Vorwoche gezeichneten Hafenstadt mit offensivem Fußball verwöhnen. Star der noch ungeschlagenen Italiener ist Antonio Cassano von Sampdoria Genua, er soll als Freigeist hinter seinem Teamkollegen Giampaolo Pazzini und Marco Borriello Schwung in den Angriff bringen. Serbiens Teamchef Vladimir Petrovic kündigte nach der blamablen Heimpleite gegen Estland (1:3) Personalveränderungen an.

Frankreich will seinen Lauf gegen Luxemburg fortsetzen und in Metz den dritten Sieg in Serie unter Laurent Blanc feiern. Der gegen Rumänien etwas überraschend erst im Finish eingetauschte Spielmacher Yoann Gourcuff soll gegen den Underdog von Beginn an die Fäden ziehen. Portugal peilt unter Neo-Coach Paulo Bento auf Island den zweiten Sieg im vierten Quali-Spiel an.

Besonderen Rat holte sich die Schweiz vor dem Heimauftritt gegen Wales. Die "Nati" um den angezählten Ottmar Hitzfeld suchte Tipps bei den Schweizer Skispringern. "Wir wollten wissen, wie andere Sportler mit Druck umgehen", berichtete Hitzfeld nach einem Gespräch mit Olympiasieger und Weltmeister Simon Ammann. Im Basler St. Jakobs-Park ist Hitzfeld davon überzeugt, dass "der Knoten platzt". Die Verbandsführung ist hingegen alles andere als entspannt. Präsident Peter Gillieron schloss eine vorzeitige Auflösung des bis 2012 laufenden Vertrags mit dem 61-Jährigen am Wochenende nicht explizit aus.

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