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Das Telekommunikationsunternehmen löst Iglo ab © APA (Pfarrhofer)

Der österreichische Skiverband ÖSV und die A1 Telekom Austria haben am Montag ihre Partnerschaft um vier Jahre bis 2014

Der österreichische Skiverband ÖSV und die A1 Telekom Austria haben am Montag ihre Partnerschaft um vier Jahre bis 2014 verlängert. Neu dabei ist, dass A1 ab sofort als Team-Sponsor für die Alpin-Teams der Herren und Damen fungieren wird. Bis dato war Iglo Haupt-Partner der Herren-Mannschaft gewesen.

"Wir wollten auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein klares Commitment abgeben", erklärte A1-Generaldirektor Hannes Ametsreiter in Wien und fügte hinzu: "Die Skifahrer sind die Stars der Nation."

A1 ist schon seit 1998 ein Partner des ÖSV. "Damit ist unser Budget für die nächsten Jahre gesichert. Vor allem unsere Arbeit Richtung Heim-WM 2013 in Schladming kann mit diesen Mitteln vorangetrieben werden", meinte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. Als "Wermutstropfen" bezeichnete Schröcksnadel die Tatsache, dass A1 ab sofort kein Einzel-Sponsoring machen wird.

Das ist kein Einzelfall, deshalb will Schröcksnadel seinen Assen nun bei der Suche nach neuen Kopf-Sponsoren unter die Arme greifen. "Das Team hatte Vorrang, da haben wir jetzt den Vertrag abgeschlossen. Jetzt helfen wir den Athleten, geeignete Partner zu finden", kündigte Schröcksnadel an.

ÖSV-Stars wie Abfahrts-Ass Michael Walchhofer oder Olympiasiegerin Andrea Fischbacher stehen nicht zuletzt aufgrund der Folgen der Wirtschaftskrise nach wie vor ohne Kopf-Sponsor da. Als mentale Belastung sehen das die Athleten nicht. "Natürlich hält man Augen und Ohren offen. Aber wenn ich skifahre belastet mich das nicht", berichtete Walchhofer, der seit seinem Abfahrts-WM-Titel 2003 von A1 unterstützt worden war.

Walchhofer betonte auch, dass derartige Deals oft in letzter Minute abgeschlossen würden. "Das beschäftigt mich gar nicht. Ich schaue, dass ich schnell skifahre, und der Rest ergibt sich von selbst", sagte Fischbacher, die bis dato den Schriftzug ihrer Heimatgemeinde Eben im Pongau auf dem Helm getragen hatte. Auch Rainer Schönfelders Platz auf der Stirn ist noch leer, sein Marketing-Spezialist Michael Holzer sieht darin kein Problem.

"Es geht um die zündende Idee. Wenn der Deal das nicht erfüllt, dann ist es gescheiter, wenn wir ihn kostenlos der UNICEF zur Verfügung stellen. Das ist eine Option", erklärte Holzer. Der Wert eines derartigen Sponsorings soll je nach Athlet zwischen 25.000 und 400.000 Euro liegen.

Große Einbußen im Skibereich sieht Schröcksnadel aber trotz Wirtschaftskrise nicht. "Die Leute denken schon mehr nach, was sie tun. Früher haben die Firmen ein Einzelsponsoring so nebenbei zur Gaudi oder zur Unterstützung eines Athleten mitgenommen. Aber punkto Budget ist alles in Ordnung. Nicht zuletzt aufgrund der WM in Schladming haben wir bei der Sponsorensuche keine größeren Probleme", sagte der Tiroler.

Benjamin Raich, Marlies Schild und Co. sind am Montag nach ihrem Wien-Abstecher nach Innsbruck geflogen und von dort nach Sölden weitergereist. Je nach Wetter- und Pisten-Bedingungen sollen in dieser Woche die teaminternen Qualifikationsläufe für den Weltcup-Riesentorlauf-Auftakt am 23. (Damen) und 24. Oktober (Herren) stattfinden.

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